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Vom Kinderheim zum Ferienpark für Sportler

Lea Schönrock von der Sportjugend Berlin assistiert Davoud Masrullah an der Kletterwand. Der junge Däne mit afghanischen Wurzeln ist derzeit Teilnehmer am Eurocamp im Jugendferienpark Ahlbeck.  FOTOs: Dietmar Pühler
Lea Schönrock von der Sportjugend Berlin assistiert Davoud Masrullah an der Kletterwand. Der junge Däne mit afghanischen Wurzeln ist derzeit Teilnehmer am Eurocamp im Jugendferienpark Ahlbeck. FOTOs: Dietmar Pühler

VonDietmar Pühler

100 Jahre Jugendferienpark in Ahlbeck: Das ist doch ein guter Grund für Zukunfts- Wünsche. So soll das Gelände mittelfristig das ganze Jahr über geöffnet sein – wenn denn das Geld für das Vorhaben steht.
Ahlbeck.Große Feier im Jugendferienpark Ahlbeck. Die Einrichtung der Berliner Sportjugend hatte jetzt gleich doppelten Grund dazu. Zum einen wurde das denkmalgeschützte Ensemble dieser Tage 100 Jahre alt und zum anderen ist die Sportjugend seit genau 20 Jahren Besitzer der 45000 Quadratmeter großen Immobilie.
Entsprechend wurde nun das Jubiläum gewürdigt. Neben einer Festschrift gab es für die geladenen Gäste am Sonnabend, darunter der Bundestagsabgeordnete Matthias Lietz (CDU), einen Festvortrag. Darin ließ die ehemalige Vorsitzende der Sportjugend Berlin, Claudia Zinke, die wechselvolle Geschichte der Anlage vom Kinderheim des Kaisers über das FDJ-Pionierlager bis zum Ferienpark der Sportjugend Revue passieren.
Als Ausblick gab es von Zinkes Nachfolger Tobias Dollase die Vision, den Jugendferienpark mittelfristig ganzjährig zu betreiben. Dazu sei es aber notwendig, so der Vorsitzende, dass auf dem Gelände ein Neubautrakt für eine Familienbildungsstätte sowie eine Sporthalle errichtet werden. Noch fehlt das Geld dazu, aber Wünsche darf man ja mal äußern bei einem doppelten Geburtstag. Der wurde nach dem Festakt ausgelassen von den Jugendlichen des Eurocamps und den Jubiläumsgästen bei Sport und Spiel gefeiert.
Der Jugendferienpark Ahlbeck ist als Europäische Begegnungsstätte anerkannt. Jährlich verbringen mehr als 4000 junge Menschen aus Sportvereinen und Schulen die Einrichtung am östlichen Ortsrand des Seebades. Eröffnet wurde das Holzhaus-
ensemble im Mai 1913 als Erholungsheim für Arbeiterkinder aus Berlin. Kaiser Wilhelm II. hatte sich höchstpersönlich dafür eingesetzt und die Eröffnung vor 100 Jahren vorgenommen.

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