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Vorpommern haben ein Herz für Tiere

Katzen suchen sich ihre Menschen aus. Aber auch für die, die kein Zuhause haben, gibt es zum Glück Hilfe von Tierfreunden, die sich um Futter kümmern und verhindern, dass sich die Tiere unkontrolliert vermehren.  Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Katzen suchen sich ihre Menschen aus. Aber auch für die, die kein Zuhause haben, gibt es zum Glück Hilfe von Tierfreunden, die sich um Futter kümmern und verhindern, dass sich die Tiere unkontrolliert vermehren. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

VonSimone Weirauch

Nach der Prügelattacke
auf einen Kater in Ferdinandshof haben die beiden Tierfreundinnen dort sehr viel Zuspruch und Hilfe erfahren. Ein Torgelower Dachdecker hat ihnen sogar das Dach vom Katzenhaus erneuert.

Ferdinandshof.Im April haben wir über die Prügel-Nacht in dem kleinen Katzenhaus in Ferdinandshof berichtet. Damals waren Christel Vollendorf und Margit Mroz, die sich um herrenlose Katzen kümmern, fassungslos über so viel Brutalität. Zwei Jugendliche hatten einen Kater mit einer Holzlatte totgeprügelt und anschließend die Seniorin, die dem Tier zur Hilfe eilte, zu Boden geworfen.
Margit Mroz, die damals so brutal gestoßen wurde, geht es wieder gut. Die Täter wurden ermittelt, die Verfahren werden an die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg abgeben. Wenn die beiden Ferdinandshoferinnen jetzt immer noch fassungslos sind, dann angesichts der Hilfsbereitschaft. Nach dem schrecklichen Erlebnis in der Aprilnacht und dem Bericht in unserer Zeitung haben die Tierschützerinnen viel Zuspruch und Unterstützung bekommen. „Bitte schreiben Sie auch darüber,“ bat Christel Vollendorf, „dass es nicht nur Böses, sondern noch viel mehr Gutes gibt.“ Wieder und wieder klingelte ihr Telefon und es klingelte auch an ihrer Tür. Die Leute brachten Futter für die Katzen, Katzenstreu, Decken, Kratzbäume, Katzentoiletten, Spielzeug für die Vierbeiner und Geldspenden. Der Torgelower Dachdeckerbetrieb Hardy Krüger hat kostenlos das Dach des Katzenhauses erneuert. „So großzügige Hilfe! Wir sind ja so dankbar“, versichert Christel Vollendorf immer wieder. Die Familien Pokorny, Schulz, Tews, Kraus, Teichmann, Werner, Vormelker, Melzer, Adams, Fels, Jadke, Preugschat, Beier, Fandrey, Bechtloff, Lewerentz, Lindenberg, Hanke, Müller – sie alle haben geholfen. Christel Vollendorf hat viele Spender in ihrer Wohnung empfangen und sich über jedes Gespräch bei einer Tasse Kaffee gefreut. Zeitweise sah es in ihrer kleinen Wohnung aus wie in einer Zoohandlung. Inzwischen sind alle Spenden im Katzenhaus. 20 Katzen haben dort zurzeit ein Zuhause. „Wir kümmern uns hauptsächlich um alte und kranke Tiere. Die Katzen, die bei uns leben, die lassen sich kaum vermitteln“, erzählt Christel Vollendorf. Wer will schon eine Katze mit drei Beinen oder eine, die sich nicht anfassen lässt. Keine Kuschelkatzen – dennoch haben sie ein Recht auf ein anständiges Leben. Die Tierschützerinnen engagieren sich ehrenamtlich für die ungeliebten Katzen, kümmern sich um Futter, Sterilisation und Kastration.

Kontakt zur Autorin
weirauch@nordkurier.de

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