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Wenn mal wieder an der Wäschemangel gekurbelt wird

Hier ist der Heinrichswalder Heimat- und Kulturverein nahezu komplett vertreten. Am 4. Mai feiert der Verein mit seinen Gästen ein Frühlingsfest unter dem Motto „Waschen wie zu Großmutters Zeiten“. [KT_CREDIT] FOTOs: ZVG
Hier ist der Heinrichswalder Heimat- und Kulturverein nahezu komplett vertreten. Am 4. Mai feiert der Verein mit seinen Gästen ein Frühlingsfest unter dem Motto „Waschen wie zu Großmutters Zeiten“. [KT_CREDIT] FOTOs: ZVG

VonLutz Storbeck

Ganz idyllisch, wenn auch etwas abseits vom hektischen Weltgetriebe, liegt das Dörfchen Heinrichswalde. Dass es dort aktive Karnevalisten gibt, die jedes Jahr ansprechende Programme auf die Beine stellen, ist über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Noch nicht ganz so bekannt ist der Natur- und Heimatverein, der im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben wurde.

Heinrichswalde.Den 4. Mai sollten sich die Heinrichswalder und die Einwohner der umliegenden Gemeinden schon einmal vormerken. Und vielleicht auch Freunde und Bekannte dazu einladen. Denn an diesem Sonnabend soll das Frühlingsfest steigen. Verantwortlich für das Spektakel ist der Natur-und Heimatverein Heinrichswalde. Der hat sich im vergangenen Jahr gegründet und zählt aktuell 20 Mitglieder, sagt Vereinschef Gerhard Michalik.
Er hat übrigens gar keinen Zweifel daran, dass auch das Frühlingsfest ein Höhepunkt sein wird. Schließlich hat schon das vom Verein organisierte Herbstfest im vergangenen Jahr großen Anklang gefunden. Denn, und das ist das Besondere, für dieses Fest gab es ein Motto – „Museales lebt“. „Es geht darum, dass Besucher die Dinge in unserem Heimatmuseum eben nicht nur betrachten“, erklärt Gerhard Michalik. So war beim Herbstfest hautnah zu erleben, wie das mit dem Dreschen funktioniert. Dreschflegel und „Windfege“ waren – sehr zur Freude der zahlreichen Gäste – in Aktion zu erleben. Beim Frühlingsfest soll Geschichte ebenfalls wieder lebendig vermittelt werden. „Waschen wie zu Großmutters Zeiten“ heißt es dann. Dafür werden die Vereinsmitglieder alles an Technik auffahren, was sich zum Thema finden lässt. „Das sind zum Beispiel ein alter Waschzuber mit Waschbrett, eine Bottichwaschmaschine, eine WM 66 mit der dazu passenden Schleuder, die auf dem Gummiring ,hopst‘, und eine Wäschemangel“, zählt der Vereinsvorsitzende auf. Gegenstände also, die die Älteren garantiert noch kennen und benutzt haben. „Für die jüngere Generation kann das ganz spannend werden“, sagt Gerhard Michalik.
Zum Fest, das um 11 Uhr eröffnet wird, erwarten die Veranstalter auch die Strasburger Sangesbrüder, die um 15 Uhr ihren Auftritt haben. Vorher wird ein kleines Programm von der ortsansässigen AWO-Kita „Wiesenspatzen“ gestaltet. Als Verpflegung werden Erbseneintopf mit Bockwurst und Gegrilltes angeboten.
Übrigens feiert der Verein nicht nur. Erst vor wenigen Tagen haben 17 der 20 Vereinsmitglieder beim Arbeitseinsatz tüchtig zugepackt und unter anderem einen Abflussgraben für die inzwischen fertiggestellte Toilette geschippt, Gehölz bearbeitet und einen Teich „schick gemacht“, wie Gerhard Michalik berichtet. Er ist übrigens ganz angetan davon, dass im Verein Jung und Alt aktiv sind. „Alle machen mit, das ist das Schöne“, lobt er. Attraktiv geworden ist auch das Heimatmuseum. Die Heinrichswalder haben in ganz unterschiedlicher Form daran mitgewirkt. „Erst waren ja viele ein bisschen skeptisch, ob das was wird mit dem Museum. Dann kamen sie nach und nach, haben sich umgesehen und dann ganz viele Sachen mitgebracht“, sagt Michalik. Inzwischen sei das Museum zu einem Ort geworden, „wo die Leute etwas über ihre Geschichte wiederfinden.“ Dass die Entwicklung so lief, sei auch ortsansässigen Firmen maßgeblich zu verdanken – Blitzschutz-Elektro Kamke, Brunnen- und Rohrleitungsbau Pietsch Heinrichswalde und dem Fuhrunternehmer Wolfgang Rahn. „Dass diese Firmen uns da sehr unterstützt haben, das kann man ruhig mal in aller Öffentlichkeit sagen“, meint der Vereinsvorsitzende.

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