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Wo die Kinder ihren Gästen bald die Nachbarstörche zeigen können

VonLutz Storbeck

Es ist gar nicht so
einfach, sich auf ein Gründungsdatum für den Luckower Kindergarten festzulegen. Denn eine erste, wenn auch recht einfach Kindereinrichtung wurde bereits im Jahr 1954 eröffnet. Und 1963, berichtet die Chronik, sei im März der Erntekindergarten voll ausgelastet gewesen.

Luckow.In der kommenden Woche soll gefeiert werden. Seit 45 Jahren hat die Luckower Kindereinrichtung in der Mönkeberger Allee ihr Domizil.
Beim Feiern soll es ausgelassen zugehen, und nicht nur die Kinder sind dazu eingeladen. Sagt Kita-Leiterin Monika Roßfeldt. Sondern auch all jene, die einmal selbst den Kindergarten besucht oder aber dort gearbeitet haben. Dann kommen garantiert auch jene, die etwas über die Geschichte der Einrichtung aus eigenem Erleben berichten können.
Da werden bestimmt viele Erinnerungen wach. Daran, wie alles einmal angefangen hat.
Beim Stöbern in alten Unterlagen sind ganz schnell ein paar Daten zur Geschichte der Kita in Luckow zusammengetragen. Zunächst gab es eine Kulturbaracke, gelegen an der Industriestraße. „Die hat am 4. Mai 1954 ihre Pforten für 20 Kinder geöffnet“, sagt Kita-Leiterin Monika Roßfeldt. 1963, so geht aus den Unterlagen weiter hervor, gab es dann einen Erntekindergarten, und der war – obwohl gar keine Erntezeit war – am 26. März 1963 „mit 22 Kindern ausgelastet“. Schade, denn immerhin lagen damals Anträge vor, weitere sechs Kinder dort unterzubringen.
Allerdings hatte der Kulturbaracken-Kindergarten keine lange Überlebensdauer. Die hygienischen Bedingungen entsprechen nicht den Anforderungen, stellte die zuständige Behörde seinerzeit fest. Was also tun? Aus dem Dorf kam der Vorschlag: Lasst uns eine Scheune ausbauen und dort einen Dauerkindergarten einrichten. Dafür brauchte es fleißige Hände, denn alte Gebäude mussten abgerissen, neue Fundamente erstellt werden. Maurer und Zimmerleute waren gefragt. Im Juli 1966 startete der erste Einsatz für den neuen Kindergarten. Mitten im Winter, am 9. Februar 1967, stand der Kindergarten-Rohbau. Ein Jahr später war der Kindergarten fertig. 40 Kinder konnten dort betreut werden. 1971 stieß der Kindergarten erneut an seine Grenzen. Zwar war Platz für 41 Mädchen und Jungen, doch es lagen zehn weitere Anträge vor. Zwei ausgebildete Kindergärtnerinnen hatten alle Hände voll zu tun. Seit seiner Eröffnung hatte der Kindergarten vier Leiterinnen: Monika Zaruba, Gabi Plantikow, Edeltraut Natschke – und aktuell lenkt Monika Roßfeldt die Geschicke des Kindergartens.
„Wir leben hier mit und in der Natur“, nennt die Kita-Leiterin einen Standort-Vorteil. Dass zum Beispiel ganz in der Nähe die Störche nisten und mittlerweile ihr Nachwuchs geschlüpft ist, das können die Mädchen und Jungen vom Spielplatz aus beobachten.
„Da sind die Kinder sehr interessiert und begeistert“, freut sich Monika Roßfeldt. Auch bei Spaziergängen durch die nähere Umgebung lässt sich allerlei entdecken. Schön war es, als die Naturpark-Ranger mit den Kindern unterwegs waren. „Leider ist dieser Kontakt eingeschlafen – aber vielleicht lässt sich das ändern“, sagt Monika Roßfeldt. Sehr gut sei der Kontakt zu den Eltern, auch zur Gemeinde, in deren Trägerschaft sich die Kita „Pustewind“ befindet. Gut angenommen werden die Angebote für die musikalische Früherziehung und für das Turnen, das der Ueckermünder Turnverein wöchentlich organisiert. Derzeit besuchen fünf Hortkinder die Kita, dazu zwölf Mädchen und Jungen in Kindergartenalter sowie vier Krippenkinder. „Es ist also noch Platz bei uns“, macht die Kita-Chefin Werbung in eigener Sache. Von den Kita-Angeboten können sich Interessenten selbst ein Bild machen. Dazu bietet die kommende Woche, in der gefeiert wird, gleich mehrere gute Gelegenheiten. Am Freitag, 14. Juni, geht um 15 Uhr die richtig große Fete los, lädt die Kita-Leiterin ein...

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