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Wo Strammer Max und Soljanka Kult in der Küche sind

Als die Abenteuer des Alfons Zitterbacke Mitte der 60er-Jahre über die DDR-Bildschirme flimmerten und Kinder und Erwachsene gleichermaßen über den witzigen Pechvogel Alfons lachten, den der Kinderbuchautor Gerhard Holtz-Baumert erfunden hat, da waren die beiden Torgelower Brüder Silvio und Stefan Wolff noch gar nicht geboren. Aber es gibt eben zu allen Zeiten Jungs, die Ideen haben und sich trauen.

Die Brüder Wolff haben die Gaststätte neben dem Kulturspeicher gekauft und sie wieder flott gemacht. Viel zu lange schon war die gemütliche Kneipe in der Ueckermünder Bergstraße geschlossen. Seit gestern sind Gäste in den roten Backsteinmauern wieder willkommen.

Urige Gaststätte mit ostalgischem Charme und handfester Küche

Viel Mut gehört dazu, den Schritt in die wirtschaftliche Selbstständigkeit zu wagen. Stefan Wolff und seine Frau Ricarda haben in der Gastronomie gelernt und gearbeitet, Silvio Wolff war bisher Reporter bei der Haff-Zeitung. Alle drei glauben sie an ihre gute Idee: Eineurige Gaststätte mit ostalgischem Charme, handfester Küche und langen Öffnungszeiten. Genau das hat Ueckermünde noch gebraucht, meint Silvio Wolff. „Bei uns können die Leute nach der Arbeit einkehren, sich mit Freunden treffen, zu Abend essen, Cocktails oder einfach nur ein Bierchen trinken.“ Auch Mittagstisch bietet die „Zitterbacke“ ab Montag an.

Kosmonautennahrung aus der Tube steht zwar nicht auf der Karte, aber einige Gerichte erinnern an alte Zeiten. Zum Beispiel gibt es Strammen Max. Was das ist? Brot mit Schinken und einem gebratenen Ei obendrauf. Natürlich wird auch die obligatorische Soljanka angeboten. Sie schmeckt tatsächlich wie früher, versichern die Gäste, die am Dienstag bereits gratuliert und dem Trio viel Glück gewünscht haben.

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