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Der drittbeste Schinken der Welt

Von Ivo Hilgenfeldt

Bei „Usedom“ denkt man gemeinhin eher an Meer, Strand und schöne Seebäder. Zu den Höhepunkten der Insel gehört aber auch: Schinken. Denn der Heringsdorfer Fleischermeister Jens Wollin hat es jetzt schwarz auf weiß: Sein Schinken ist der drittbeste der Welt.

Insel Usedom. Einer der besten Schinken der Welt reift in Heringsdorf auf der Insel Usedom heran. Der Usedomer Landschinken kann locker mit den besten der Welt mithalten. Dafür gab es gerade sogar eine Bronze-Medaille bei einem Qualitätswettbewerb auf der größten Fleischermesse der Welt, der Internationalen Fleischwirtschaftlichen Fachausstellung (IFFA), die alle drei Jahre in Frankfurt am Main stattfindet.

Bei diesem Kräftemessen der Branche werden Tausende von Fleischprodukten aus der ganzen Welt, angefangen beim Würstchen über Braten bis hin zu Schinken geprüft und prämiert. Dort konnte sich der Usedomer Landschinken aus Heringsdorf gegen mehr als 500 verschiedene Schinken aus aller Herren Länder durchsetzen. Nur zwei von deren Schinken mundeten der Jury noch besser.

Gemacht hat ihn der Heringsdorfer Jens Wollin. Bei ihm werden die Schweineschenkel erst geräuchert und reifen dann sechs Monate lang in einem speziellen Schrank. Das ist wichtig, denn erst bei diesem Reifeprozess festigt sich das Fleisch und alle Gewürze und die Feuchtigkeit verteilen sich gleichmäßig im Schinken. Im Inneren herrschen besondere klimatische Bedingungen. „Dass er am Knochen reift, verleiht ihm einen ganz besonderen Geschmack“, verrät Wollin sein Erfolgsgeheimnis.

Während dieser Zeit verlieren die Schinken an Gewicht: „Während einer nach dem Räuchern noch zwölf Kilo wiegt, bringt er nach dem Reifen nur noch 6,5 Kilo auf die Waage“, erklärt Wollin.

Sein Erfolgsrezept ist simpel, sagt er: „Es zählt nur die Qualität, von den Rohstoffen bis zum Räuchern.“ Und weil Wollin bereits in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich an Wettbewerben teilnahm, war der 46-jährige Fleischermeister, der das Usedomer Unternehmen bereits in vierter Generation führt, zuerst etwas geknickt, dass sein Schinken diesmal nur auf dem dritten Platz gelandet ist. Die Enttäuschung wich erst, als er die Teilnehmerliste sah und realisierte, dass er sich dieses Mal mit der Creme de la Creme des internationalen Fleischerhandwerks gemessen hat.

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