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Ein Usedomer Strandkorb für Tunesien

Interessiert beäugt Elyes Ghariani (Mitte), Botschafter der Tunesischen Republik, den von Bürgermeister Lars Petersen (rechts) und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Helmut Friedrich, überreichten Mini-Strandkorb.  FOTO: Sandra Grüning
Interessiert beäugt Elyes Ghariani (Mitte), Botschafter der Tunesischen Republik, den von Bürgermeister Lars Petersen (rechts) und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Helmut Friedrich, überreichten Mini-Strandkorb. FOTO: Sandra Grüning

VonSandra Grüning

Die tunesische Insel Djerba und Heringsdorf sind seit Langem enge Freunde. Nun war der Botschafter zu Gast und bekam gleich noch
ein praktisches Geschenk.

Heringsdorf.„Wir wollen die Qualität unserer Fachkräfte verbessern und sie darum auf Usedom weiterbilden“, sagt der Botschafter der Tunesischen Republik, Elyes Ghariani, bei seinem ersten Besuch in Heringsdorf. Seit zehn Jahren besteht zwischen der tunesischen Insel Djerba und Heringsdorf eine Freundschaft. „Usedom und Djerba sind beides Inseln, die vom Tourismus abhängen. Wir haben ähnliche Interessen“, sagte Bürgermeister Lars Petersen beim Empfang in der Villa Irmgard.
Schon 2007 hatte es ein gemeinsames Jugendprojekt gegeben, bei dem Schüler aus Tunesien zusammen mit deutschen, italienischen und polnischen Jugendlichen die Gedenkstätte auf dem Golm instand setzten. Die engere Zusammenarbeit mit der Europaschule, aber auch der Austausch von Auszubildenden im Hotellerie- und Gaststättenbereich waren wichtige Themen des zweitägigen Aufenthaltes. Der Botschafter besuchte unter anderem die Ahlbecker Schule. Außerdem soll ein Ausbildungsprojekt angeschoben werden, dass Möglichkeiten schafft, bis zu zehn tunesischen Köchen und Hotelfachfrauen oder -männern ein dreimonatiges Praktikum an der Akademie der Seetel-Hotelgruppe zu arrangieren. „Wir streben eine Zusammenarbeit mit der Hotelakademie des ,El Mouradi‘ in Tunesien an“, erklärt Hans-Udo Friedrich von der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft in Berlin.
Neben Gesprächen mit Vetretern aus Politik und Wirtschaft stand auch die Besichtigung des Heringsdorfer Flughafens auf dem Programm. „Das Interesse von Tunis Air, von Djerba aus nach Heringsdorf zu fliegen, ist da“, so Ghariani. Petersen dämpft die Erwartungen allerdings: „Die Idee einer Zusammenarbeit steckt in den Kinderschuhen. Vorher müssen wir unseren Flugplatz auf feste Füße stellen.“ Immerhin gab es als Geschenk dann noch einen Mini-Strandkorb.

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