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Hereinspaziert: Hier gibt es für jeden etwas zu staunen

Die freche Pippilotta ließ zur Eröffnung des Kleinkunstfestivals vor zwei Jahren auf dem Hochrad die Äpfel in ihrer Hand kreisen. [KT_CREDIT] FOTO: dietmar pühler
Die freche Pippilotta ließ zur Eröffnung des Kleinkunstfestivals vor zwei Jahren auf dem Hochrad die Äpfel in ihrer Hand kreisen. [KT_CREDIT] FOTO: dietmar pühler

VonDietmar Pühler

Zauberei, Akrobatik und Varieté: Das alles und noch viel mehr gibt‘s ab heute beim Kleinkunstfestival zu erleben. Für die Macher ist es jedes Mal ein Kraftakt – aber einer, der sich für die ganze Insel lohnt.

Insel Usedom.Trotz kleinem Budget von 75000 Euro, in dem schon alle Sponsorenleistungen wie kostenlose Hotelzimmer für Künstler mit eingerechnet sind, strahlt das Internationale Kleinkunstfestival Usedom bis in den Süden Deutschlands aus. Bundesweit genießt das heitere Stelldichein internationaler Straßenkünstler Ansehen. Dafür sorgen die Macher des Festivals, Georg Kurze und Kersten Fubel. Sie sind das Jahr über präsent auf Branchenmessen wie der „Performance“ in Paderborn und der „Kulturbörse“ in Freiburg. Dass mit Holger Thiemann in diesem Jahr sogar der Chef der Kulturbörse in der Jury sitzt, kann da schon als Auszeichnung gewertet werden.
Insgesamt haben Fubel und Kurze in der Jury gleich mehrere wichtige Multiplikatoren mit an Bord, wenn ab heute bis Pfingstmontag 27 Einzelkünstler und Künstlergruppen auf der Insel gastieren. Gute zwei Dutzend der Teilnehmer stellen sich dann auch bei den Wertungsauftritten den kritischen Augen der Profi-Jury und der ebenfalls achtköpfigen Kinderjury. In beiden Wertungen erhalten die fünf Erstplatzierten Preise. Bei der Erwachsenenjury sind sie mit insgesamt 3000 Euro dotiert, während die Mitglieder der Kinderjury passende Geschenke für die fünf Erstplatzierten besorgen. Wie beliebt das nunmehr 14. Festival ist, zeigt die Zahl von 140 Bewerbungen. „Es werden jedes Jahr mehr“, sagt Georg Kurze. Gleichzeitig werde auch der künstlerische Anspruch immer höher, so der Organisator.
Das Publikum darf sich während der Pfingsttage rund um den Heringsdorfer Konzertplatz auf ein breites Spektrum an Kleinkunst freuen: „Es wird richtiges Straßentheater dabei sein, wie mit der spanischen Truppe „Martademarte““, sagt Kurze, aber auch Zauberei (Marie & Serjoscha), Musik (Juggle the Beat), ein Walkact (Die Jazzpolizei), eine Living Doll (Nadezhda Goncheva) und viel Akrobatik (Schön stark, Mr. Dyvinetz und DJ Capuzzi & Senorita X).
Auch beim Varieté am Meer wird es ein buntes Programm geben, ergänzt Kersten Fubel. „Von der Tuchnummer über eine Reifenperfomance bis zu Zauberei“, verspricht der Heringsdorfer.
Die Regie für die Veranstaltung im Kaiserbädersaal hat Urs Jäckle inne, der ansonsten als künstlerischer Leiter im Krystallpalast Varieté Leipzig das Sagen hat. Jäckle war bereits im Vorjahr in der Fachjury des Usedomer Kleinkunstfestivals vertreten.
Dankbar sind die Festivalmacher für die Unterstützung seitens etlicher Hotels, vor allem für die Überlassung von Zimmern in kleinen Häusern, wie Fubel hervorhebt. Da könnten sich einige große Hotels gerne eine Scheibe abschneiden, lässt er durchblicken. Als langjähriger Partner stellt Kurze die Werbegemeinschaft Seebrücke Heringsdorf heraus. Von dort erhält das Festival seit Jahren das Preisgeld für die Sieger.
Neben den Auftritten auf der Heringsdorfer Promenade geht das Festival in diesem Jahr auch wieder auf Tournee. So gibt es von Freitag bis Montag Gastspiele in Swinemünde, Ahlbeck, Bansin, Kölpinsee, Koserow, Zinnowitz und Karlshagen. Höhepunkte sind das Varieté am Meer am Samstagabend im Heringsdorfer Kaiserbädersaal sowie die Preisverleihung und Abschlussveranstaltung am Pfingstsonntag ab 19 Uhr in der Heringsdorfer Konzertmuschel.

www.kleinkunst-
festival.com

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