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Heringsdorf beteiligt sich am Flughafen

VonGabriel Kords

Die Gemeinde Heringsdorf soll ein Viertel der Anteile am Insel-Flughafen übernehmen. Das soll aber nur der erste Schritt sein, um das Minus zu senken.

Heringsdorf.Es geht um eine halbe Million Euro, mit der der klamme Landkreis den Flughafen bislang jährlich unterstützen muss. Der Kreistag beschloss im Januar, dass dieser Zuschuss auf die Hälfte, also 250000 Euro, absinken soll. Doch wer bezahlt dann den Rest?
Wie die Landrätin jetzt mitteilte, soll sich die Gemeinde Heringsdorf künftig mit 25,1 Prozent an der Finanzierung des Flughafens beteiligen und damit auch ein Viertel des Defizits übernehmen. Der Tourismusausschuss der Gemeinde gab bereits grünes Licht, dass die gemeindeeigene Kaiserbäder Tourismus Service GmbH (KTS) die Anteile übernehmen soll. Ende des Monats muss nun die Gemeindevertretung darüber abstimmen.
Erst danach können die Details des Deals verhandelt werden, sodass es frühestens in der zweiten Jahreshälfte so weit sein wird.
Daher wird die Gemeinde Heringsdorf für 2013 wohl auch nicht die vollen 125000 Euro zahlen, sondern nach Schätzungen der Verwaltung nur etwa 60000 Euro. So blieben dieses Jahr also noch 440000 Euro für den Landkreis übrig – und derzeit ist noch nicht klar, wie die weiter verringert werden sollen.
Zwar hofft die Landrätin, dass noch weitere Insel-Gemeinden in die Finanzierung einsteigen, doch das würde allenfalls einige Zehntausend Euro einbringen. Allerdings hofft Syrbe außerdem noch, dass es auch Hilfe aus der Privatwirtschaft gibt.
Die Heringsdorfer Hoteliers hätten „grundsätzliche Bereitschaft zur Mitfinanzierung signalisiert.“ Um wie viel Geld es dabei geht, muss allerdings noch verhandelt werden. Eine Forderung haben allerdings sowohl die Gemeinde als auch die Hoteliers im Gegenzug: Zumindest „mittelfristig“ müsse der Fortbestand des Flughafens dann auch gesichert sein, damit sich der Deal für die Gemeinden und die Hoteliers auch lohnt.

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