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Retter am Strand: Für Sonne und ein Taschengeld

Stralsund/Schwerin.Die Badestrände an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns werden ab heute an wieder von Rettungsschwimmern bewacht. Die Deutsche Lebens-Rettungs- Gesellschaft (DLRG) und die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) starten am 15. Mai offiziell in die Saison. Rund 1300 DLRG-Rettungsschwimmer sind in diesem Sommer zwischen Boltenhagen und der Insel Usedom im Einsatz.
Zunächst würden in diesen Tagen die Haupttürme in 32 Badeorten an der Küste besetzt, bevor mit den steigenden Urlauberzahlen auch weitere Türme in Betrieb gehen. „Jeder Badegast kann auch in der Vorsaison in zumutbarer Entfernung einen bewachten Badestrand finden“, sagte Einsatzleiterin Mai Bartsch.
Die DRK-Wasserwacht sorgt in der Saison bis Mitte September ebenfalls mit 1300 bis 1400 Rettungsschwimmern in zehn Ostseebädern sowie an 56 Stränden von Binnenseen für Sicherheit. Wie der Wasserwacht-Landesreferent Thomas Powasserat sagte, starte die Wasserwacht mit etwa 45 Rettungsschwimmern. In der Vorsaison war nur ein Drittel bis die Hälfte der Rettungstürme besetzt. Im Durchschnitt seien in der Saison täglich 180 Rettungsschwimmer im Einsatz, größtenteils Schüler und Studenten. Außerhalb der Ferien sei es schwierig, genügend Rettungsschwimmer zu bekommen.
Die potenziellen Retter kämen zumeist aus südlicheren Bundesländern im Osten, aber auch aus Bayern oder Nordrhein-Westfalen. Für diese sei es attraktiv, im Sommer zwei Wochen an der Ostsee zu verbringen, die Unterkunft frei zu haben und noch ein Taschengeld von 25 bis 27 Euro pro Tag zu bekommen, sagte Powasserat. Für die Einheimischen dagegen sei die Ostsee alltäglich, sie würden sich einen anderen Job suchen, um Geld zu verdienen.
Im vorigen Jahr rettete die Wasserwacht 153 Menschen, neben Badegästen auch Segler, Surfer, Ruderer und Paddler. Die DLRG und die DRK-Wasserwacht bilden Rettungsschwimmer aus. Die DLRG bietet auch in diesem Jahr Intensivrettungsschwimmerkurse an. Zudem können an allen bewachten Stränden Kinder mit kostenlosen Sucharmbändern ausgestattet werden.

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