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Zwei alte Hasen auf neuen Chef-Sesseln

Polizeipräsident Knut Abramowski (Mitte) führte Detlef Kern (li.) als neuen Chef der Kriminalkommissariat-Außenstelle Heringsdorf und Bernd Nabert als Leiter des Polizeireviers Heringsdorf ein.  FOTO: Dietmar Pühler
Polizeipräsident Knut Abramowski (Mitte) führte Detlef Kern (li.) als neuen Chef der Kriminalkommissariat-Außenstelle Heringsdorf und Bernd Nabert als Leiter des Polizeireviers Heringsdorf ein. FOTO: Dietmar Pühler

VonDietmar Pühler

Stühlchen wechsel dich! In Heringsdorf haben zwei alte neue Gesichter die Spitze der Polizeidienststellen übernommen.

Heringsdorf.Zwei alte „neue“ Gesichter gibt es an der Spitze der beiden Heringsdorfer Polizeidienststellen in der Seestraße und an der Grenze. Erster Kriminalhauptkommissar Detlef Kern, bisher Leiter des Polizeireviers Heringsdorf, ist neuer Chef der Kriminalkommissariat-Außenstelle Heringsdorf. Seine Position übernahm Polizei-Hauptkommissar Bernd Nabert, zuvor stellvertretender Revierleiter im Polizeirevier Anklam. Beide seien „alte Fahrensleute im Bereich der Sicherheit“, bescheinigte ihnen jüngst der Polizeipräsident des Präsidiums Neubrandenburg, Knut Abramowski, bei der Amtseinführung im Bansiner Haus des Gastes.
So sieht sich nun der frühere Heringsdorfer Kripochef Detlef Kern (58) auf seiner vormaligen Position wieder, die er vor zwei Jahren aufgegeben hatte, um den Leitungsposten bei der Heringsdorfer Schutzpolizei zu übernehmen. Diese Stelle musste er nun wieder räumen, um Platz für Bernd Nabert (57) zu machen. Der hat bereits Führungserfahrung in Anklam gesammelt. Dort war er stellvertretender Revierleiter, wo er für gut fünf Monate während der Vakanz der Revierleiterstelle die Chef-Rolle übernehmen musste.
Nabert versprach, sich mit aller Energie zu bemühen, seinen Aufgaben gerecht zu werden. Das gelte sowohl nach innen als „offener, stets ansprechbarer Vorgesetzter“ als auch nach außen als Gesprächspartner für die kommunalen Verwaltungen, die Bundespolizei und für die polnischen Kollegen von Polizei und Grenzschutz.
Sein Vorgänger und neuer Chef im Kripo-Container an der deutsch-polnischen Grenze, Detlef Kern, sprach davon, dass er als Beamter seine Fähigkeiten dem Land so zur Verfügung stellen werde, wie es von ihm verlangt wird. In seiner zweijährigen Dienstzeit bei der Schutzpolizei hat Kern viel bewegt. So sieht er in dem gemeinsam von seiner Dienststelle und der Gemeinde Heringsdorf gegründeten Präventionsrat einen Erfolg. „In zwei Jahren ist es gelungen, den Präventionsrat so stabil zu gestalten, dass wir eine ständige Zusammenarbeit haben“, so der 58-Jährige. Das „präventiv tätig werden“ war auch der Grund, warum Detlef Kern 2011 zur Schutzpolizei wechselte.
Kern hat noch knapp zwei Jahre Dienstzeit vor sich. Deshalb wird er es nicht mehr als aktiver Polizist erleben, wie die beiden Heringsdorfer Dienststellen unter einem Dach zusammengefasst werden.
Immerhin konnte er verhindern, dass am bisherigen Dienstsitz der Schutzpolizei für den Bäderdienst angebaut wird. Stattdessen soll ein Neubau auf dem ehemaligen Menüko-Gelände im Waldbühnenweg entstehen. Der Bau soll 2015 in Angriff genommen werden.

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