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13–mal den Äquator umrundet

Der Rechliner Jens-Uwe Schulz ist stolz auf den treuen Begleiter und zeigt das auch. Immerhin: Der Wagen ist dafür gedacht, Anfängern das Autofahren beizubringen. [KT_CREDIT] FOTOs: Thomas beigang
Der Rechliner Jens-Uwe Schulz ist stolz auf den treuen Begleiter und zeigt das auch. Immerhin: Der Wagen ist dafür gedacht, Anfängern das Autofahren beizubringen. [KT_CREDIT] FOTOs: Thomas beigang

Von unserem Redaktionsmitglied
Thomas Beigang

Wir suchen Autos, die viele hunderttausende Kilometer in den Knochen haben und immer noch ihren Dienst tun. Auf unserer Suche nach dem „Rekord-Tacho“ haben sich schon viele Müritzer gemeldet.

Rechlin.„Da draußen steht die treue Seele.“ Der Rechliner Jens-Uwe Schulz zeigt auf seine Auffahrt. Hier parkt der „Kilometer-Fresser“, der jetzt Anspruch auf einen Rekord erhebt: 524 388 Kilometer zeigt das Gefährt aus Wolfsburg auf seinem Tachometer an. Mehr als 13 komplette Runden um den Äquator. Theoretisch. Denn praktisch ist der Unverwüstliche kaum aus der Region heraus gekommen, hat fast die gesamte Distanz ausschließlich auf den Straßen und Nebenstrecken der Müritzregion unter die Räder genommen.
Denn Jens-Uwe Schulz ist Fahrlehrer und sein motorisierter Begleiter der Arbeitsplatz des Rechliners. Und jenes Fahrzeug mit dem rekordverdächtigen Kilometerstand zuckelt als Fahrschulauto durch die Lande. Was der Leistung keinen Abbruch tut – im Gegenteil. „Denn“, so der Fahrlehrer, „ganz klar, auf dem Fahrersitz haben fast nur Anfänger gesessen, die das Autofahren erst lernen mussten.“ Nicht immer unbedingt gut für Motor und Getriebe, dennoch „in dem Auto steckt immer noch der allererste Motor“, sagt Jens-Uwe Schulz ganz stolz.
Seit 2003 rollt und rollt der Pkw schon durch die Lande, am 1. April vor zehn Jahren hat der Rechliner sich das Auto fabrikneu gekauft, genau so lange betreibt Schulz auch schon seinen Fahrschul-Betrieb. Und mit der Pflege nimmt es der Mann jetzt auch nicht mehr so genau. „Zum Anfang, ja, da ist er geputzt und regelmäßig in die Werkstatt zur Untersuchung gebracht worden. Jetzt geschieht das eher nur noch sporadisch.“ Bis auf ein neues Getriebe, das aber schon nach rund 5000 Kilometern fällig wurde und unter die Garantie fiel und einmal Ärger mit der Klimaanlage, hat der Wagen seinem Besitzer und den Hunderten Fahrern, die seit seiner Anschaffung in ihm saßen, noch keinen großen Kummer bereitet.
Im Herbst muss er wieder zur „großen Untersuchung“, die der Gesetzgeber vorschreibt, „und dann wollen wir mal sehen, wie es weitergeht“, will sich Besitzer Schulz auch angesichts des hohen Kilometerstandes nicht nervös machen lassen. „Noch fährt er ja.“
Am Sonnabend in Waren, wenn die Autohäuser der Region wieder ihre neuesten Modelle auf dem neuen Markt präsentieren, hat sich auch der Nordkurier wieder etwas Besonderes einfallen lassen und den Hauptgewinn für das Ereignis spendiert. Wer seinen Teilnahmeschein bei allen Ausstellern fleißig bestätigen lässt und wem am Ende der Veranstaltung bei der Auslosung das Glück hold ist, darf sich über ein 3-Tages-Arrangement in der Landeshauptstadt Schwerin freuen. Zwei Übernachtungen für zwei Personen im Speicherhotel am Ziegelsee und jeweils für einen Tag die Nutzung eines Elektroautos und eines E-Bikes warten auf den Gewinner. Den Gutschein dafür stellt das Nordkurier-Urlaubsportal Meckpomm aus.

Kontakt zum Autor
beigang@nordkurier.de

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