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Apotheker macht Tüten aus Buchseiten

Penzlin.Die Stadt ging aus einer slawischen Siedlung mit Burg im alten Tollenser- und Redarierland hervor. Das Slawendorf wurde erstmals 1170 als „Parcelin“ urkundlich für das Prämonstratenserstift Broda erwähnt. 1263 bestätigte Fürst Nikolaus I. von Werle dem Ort das Schweriner Stadtrecht.

Apotheke
Die Apotheke in Penzlin befand sich in städtischem Besitz und wurde vom Magistrat jeweils verpachtet. Doch die medizinische Aufsicht oblag dem Kreisphysikus (Kreisarzt). Nach 1726 arbeitete der Apotheker Pfuhl in der Stadt. Der Dichter Johann Heinrich Voss berichtete später, dass jener Apotheker Pfuhl oft Büchersammlungen aufkaufte, um aus den Buchseiten nützliche Tüten für Arzneien zu falten. Aus dieser Apothekerfamilie wurde insbesondere Dr. Heinrich Wilhelm Pfuhl bekannt. Er war Arzt und Apotheker zugleich, wogegen später staatliche Verordnungen erlassen wurden und er verfasste mehrere medizinische Schriften. Die heutige Apotheke heißt seit 1961 Alms-Apotheke, nach dem Kandidaten der Pharmazie Joachim August Alms, der in Penzlin 1830-32 wirkte und wissenschaftliche Entdeckungen machte.kuna

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