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Bolter Mühle startet mit Kraftgesang

Ein bisschen trügt die Gelassenheit: Gerade noch hat Tino Berger den rustikalen Tresen „Marke Eigenbau“ fertig gestellt, da gilt es, auch noch so viele Kleinigkeiten zu bedenken – überall auf dem Gelände sind noch Handwerker zu Gange.  FOTO: Enders
Ein bisschen trügt die Gelassenheit: Gerade noch hat Tino Berger den rustikalen Tresen „Marke Eigenbau“ fertig gestellt, da gilt es, auch noch so viele Kleinigkeiten zu bedenken – überall auf dem Gelände sind noch Handwerker zu Gange. FOTO: Enders

Von unserem Redaktionsmitglied
Elke Enders

Zweimal verschoben, nun ist es wahr: Das einst so ma- rode Gebäude bei Boek reiht sich wieder in die Liste der Ausflugsziele der Region ein. Saniert von Kopf bis Fuß, dürfen sich die Gäste auf ein Haus mit Atmosphäre und Geschichte freuen.

Bolter Mühle.„Es ist soweit, wir wollen eröffnen.“ Wie lange hatte Tino Berger diesem Satz entgegen gefiebert. Nun kann er ihn sagen, und er kann es selbst kaum fassen.
„Ich hatte nicht mehr daran geglaubt, dass das Gebäude noch eine Zukunft hat, das war doch so kaputt“, sagte gestern noch eine Rechlinerin, die am Eröffnungstag gleich eine Fahrradtour zur Bolter Mühle unternehmen will. Denn am 1. Mai ab 10.30 Uhr öffnen sich die Türen. Willkommen sind all jene, die reinschauen wollen – und mitfeiern.
Dabei ist noch so viel zu tun. Am Freitag wirbelten noch Handwerker über das Außengelände: hier einen Türrahmen streichen, dort einen Sandberg weg schaufeln. Währenddessen ist das ganze Grundstück mit Grassamen gespickt. „Allmählich keimt er“, freut sich Tino Berger. Derweil werden gerade noch die letzten Steine am künftigen Fahrradschuppen gesetzt. „Datscha NG 3“ sei das, klärt er auf und übersetzt: „NG 3 steht für Nebengebäude drei“. Soso. Am Eröffnungstag können die Besucher alles in Augenschein nehmen, zwischen wuchtigen Balken im Restaurant Probe sitzen oder mit einem Ball aufs Basketball-Netz zielen – direkt auf der Café-Terrasse. „Letztmalig“, wie Corinna Berger augenzwinkernd bemerkt. Diverse sportliche Aktivitäten, natürlich auf freiwilliger Basis, sind nämlich Bestandteil des Eröffnungsprogramms. Das beginnt um 11 Uhr mit der Begrüßungsrede, ehe ab 12 Uhr Zeit zum Plaudern und Erkunden ist. Für Interessierte gibt es einen kleinen Ausflug in die Geschichte und die Zukunft der Bolter Mühle. Ab
14 Uhr dann erwartet die Gäste ein Eröffnungskonzert. „Wir freuen uns, einen nicht ganz gewöhnlichen Chor zu Gast zu haben“, berichtet Corinna Berger: „Die Breitlings aus Rostock präsentieren ,Maritimen Kraftgesang‘“. Das Gesangsduo Anna Thamm und Elisabeth Funck erfrische zudem mit klaren, jungen Stimmen.
Ab 18 Uhr dann wird die hauseigene Musikanlage „getestet“. Es darf getanzt, gelacht und gesungen werden. Und es wird ausgewertet, wobei den Gewinnern des „Basketball-Zielwurf-Einzelturniers“ Preise winken. In einer Architektur-Foto-Ausstellung des Rostocker Fotografen Steffen Nozon wird überdies „Das Vergängliche“ gezeigt – ein Schicksal, das der Bolter Mühle wohl noch lange nicht beschieden ist.

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e.enders@nordkurier.de

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