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Bürger prüfen ihre Kandidaten

Von unserem RedaktionsmitgliedJörg Döbereiner

Anke Both, Thomas Diener und Heinz-Peter Wenzel bewerben sich in Möllen-
hagen um das Bürgermeis-
teramt. Am Freitag stellen sie sich den Fragen ihrer Wähler.

Lehsten.Immerhin rund 70 Bürger der Gemeinde Möllenhagen ergriffen die Gelegenheit beim Schopf, ihre Bürgermeister-Kandidaten auf Herz und Nieren zu prüfen – und sparten nicht mit kritischen Fragen.Unter anderem wollten sie von Anke Both wissen, wie sie die Pflichten einer Bürgermeisterin mit einer Vollzeit-Stelle als Angestellte vereinbaren wolle. „Es wird eine Hammer-Aufgabe, aber ich denke, das ist zu schaffen“, so Anke Boths Antwort.
Bei Thomas Diener hatte das Publikum ebenfalls Zweifel, schließlich ist der selbstständige Landwirt unter anderem Amtsvorsteher, Vorsitzender des Bauernverbands Müritz und CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag. „Sie können davon ausgehen, dass für den Fall einer Wahl eine Regelung für die anderen Ämter getroffen ist“, versuchte Diener die Bedenken zu zerstreuen.
Nach den persönlichen Motiven für die Kandidatur gefragt, antwortete Anke Both, dass sie damit der Bitte von Eltern der Möllenhagener Regionalen Schule nachkomme. Im Fall einer erfolgreichen Kandidatur werde sie den Schulstandort Möllenhagen stärken und sich dafür einsetzen, dass innerhalb der Gemeinde mehr mit- statt gegeneinander gearbeitet wird, so Anke Both. Dies könne etwa in einem Generationenstammtisch geschehen.
Ihr Konkurrent Heinz-Peter Wenzel beantwortete die gleiche Frage damit, dass er bereits als Abgeordneter in der Gemeindevertretung Erfahrungen gesammelt habe und als Rentner die nötige Zeit mitbringe. Er könne sich vorstellen, dass Gemeindevertretersitzungen abwechselnd in verschiedenen Gemeindeteilen Möllenhagens stattfinden.
Thomas Diener verwies an dieser Stelle auf Aufgaben der Kommunalpolitik wie die Finanzierung der Wohnblöcke in Möllenhagen oder eine Schule nahe am Wohnort der Schüler.
Auch wenn die Kandidaten in ihren Ausführungen unterschiedliche Schwerpunkte setzten, wurde doch deutlich, dass sie bezüglich vieler Inhalte eine ähnliche Ansicht vertreten: Schule und Feuerwehr wollen sie erhalten und fördern, einer Windanlage erteilten dagegen alle drei eine Absage.
Bei den Bürgern stießen die Antworten auf geteiltes Echo. „Wir schwanken noch“, meinten zwei Besucherinnen nach der Veranstaltung.
Eine Woche Bedenkzeit bleibt ihnen noch.

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j.doebereiner@nordkurier.de

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