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Dieses „Juwel“ zieht nicht nur Rechliner an

VonElke Enders

Sie ist fast schon überrannt worden, die Bolter Mühle, die eine fulminante Eröffnung erlebte. Dabei hat sich die Gemeinde einmal mehr zum Wasser-Schaurad bekannt und angekündigt, das Vorhaben nach Kräften zu unterstützen.

Boek.Corinna und Tino Berger, die beiden „Müller“ von der Bolter Mühle, zeigten sich überwältigt angesichts der großen Resonanz am Eröffnungstag. Mehrere hundert Leute pilgerten, zumeist mit dem Fahrrad, in Richtung der neuen, alten Ausflugsstätte. „Rechlin muss leer gewesen sein“, sagte Corinna Berger verschmitzt, so vielen Leuten habe sie die Hand geschüttelt. „Es war einfach wunderbar“, meinte auch Tino Berger, wobei das Bauherrenpaar eingestand, dass der Ansturm weit über ihre Verhältnisse gewesen sei. „Wir haben es gar nicht geschafft, hinterher zu kommen, auch nicht mit der Versorgung, aber wir haben uns so gefreut über den Zuspruch“, sagte Corinna Berger, noch immer gerührt von den vielen Glückwünschen und Aufmerksamkeiten, darunter auch ein Bild, geschenkt vom Röbeler Künstler Werner Schinko, oder eine Elsbeere, Baum des Jahres 2011, der jetzt seitlich der Bolter Mühle wächst und für Beharrlichkeit, Ausdauer und Langlebigkeit steht, zudem unzählige Glückwünsche …, von den Fischern, dazu Grußworte vom Röbeler Amtsleiter Heiner Müller oder auch die Rede des Rechliner Bürgermeisters Olaf Bauer (CDU), der übrigens gleich mit einer freudigen Botschaft bezüglich des Wasser-Schaurades aufwarten konnte. Er nannte die Bolter Mühle „Juwel der Rechliner Urlaubsperlenkette“, die von Vietzen bis nach Boek reiche und äußerte Hochachtung vor der Leistung und dem Privat-Engagement des Bauherrenpaars. Etwas, was die Gemeinde gerne nach Kräften unterstützen wolle. So stehe sie mit den Planern des Wasser-Schaurades in Kontakt, um ihren Teil beizutragen, das Gelände noch vollkommener werden zu lassen.
Der Gemeinde liege viel daran, das Schaurad und auch die Bootseinsatzstelle in Anlehnung an das historische Vorbild Wirklichkeit werden zu lassen. Vor ein paar Tagen erst war dem Bürgermeister dazu ein Fragenkatalog auf den Tisch geflattert, zugesandt vom Landesförderinstitut. Die Beantwortung würde einige Recherche erfordern, aber gemeinsam mit dem Ehepaar Berger in Angriff genommen, versicherte Bauer. „Wir wollen alle, dass der leuchtende Stern Bolter Mühle mit der Attraktion Schaurad und Bootseinsatzstelle für den staatlich anerkannten Erholungsort Rechlin wirbt“, hob der Bürgermeister in seiner Rede hervor. Circa 248 000 Euro an Investitionskosten schlagen dafür zu Buche. Gefördert werden soll das Vorhaben WasserSchaurad zu 90 Prozent.
Überdies kündigte Bauer an, dass auch die geplante Sanierung des Teilstücks der Kreisstraße „K 3“ zwischen Hafendorf und Bolter Kanal in greifbare Nähe rückt. Ein entsprechender Antrag würde durch den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gestellt.
Indes zeigten sich die Eröffnungsbesucher in vielerlei Hinsicht angetan: Nicht nur das Wetter spielte optimal mit. „Das ist wirklich schön geworden“, war immer wieder nach dem Rundgang durchs Haus zu hören. Auch dass künftig an jedem Sonntag mit „Klassik auf der Terrasse“ etwas Kultur auf dem Programm steht, entlockte wohlwollende Kommentare. „An normalen Sonntagen von CD, an ausgewählten Tagen mit Live-Besetzung“, kündigte Corinna Berger an.

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