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Drei Städte feilen gemeinsam an „gesundem“ Konzept

VonPetra Konermann

Waren, Röbel und Malchow haben sich auf den Weg gemacht, um gemeinsamen auf dem umkämpften Tourismusmarkt zu punkten. Und zwar mit Urlaub, der gesund machen soll.

Waren.In der Warener Sole baden, Moorpackungen aus Malchow genießen, gesunde Luft in Röbel atmen – so könnte die „Gesundheitsregion Müritz“ aussehen, an der die drei Städte seit kurzem gemeinsam „feilen“.
Alle drei Orte haben inzwischen eine Vereinbarung unterschrieben, die eine Zusammenarbeit vor allem auch auf inhaltlicher Ebene festzurrt. Ausgangspunkt ist ein Städtebauförderprogramm des Landes. Kleinere Städte und Gemeinden sollen vornehmlich aus diesem Programm bedacht werden – und zwar mit Mitteln, die in konkrete Investitionen münden. Die Gesundheitsregion Müritz zielt auf „gesundheitliche Daseinsvorsorge“, wie es in der Vereinbarung heißt.
Diese Daseinsvorsorge ist in den drei Städten Waren, Röbel und Malchow derzeit auf ganz unterschiedlichem Niveau zu haben: Während Waren sich schon seit einiger Zeit mit dem Titel „Heilbad“ schmückt und eine Kurklinik arbeitet, kann Röbel einen Titel als Staatlich anerkannter Luftkurort vorweisen, Malchow verfügt neben einem Luftkurort-Titel über ein Gutachten, demzufolge das eigene Moor gesundheitsfördernd und abbaufähig ist. „Wir stehen ganz am Anfang einer wichtigen Debatte“, macht der Malchower Stein deutlich.
Auch sein Amtskollege Heiner Müller (SPD) aus Röbel plädiert dafür, Kräfte in der Müritzregion zu bündeln und ein gemeinsames Konzept auf die Beine zu stellen. Welche konkreten Vorstellungen die Röbeler in Sachen Gesundheitsregion Müritz haben, das wollte Müller jedoch noch nicht verraten. „Zunächst soll das in unserer Stadtvertretung diskutiert werden“, so Müller. Günter Lüdde, Leiter des Amtes für Bau, Umwelt und Wirtschaftsförderung in Waren, nennt ein konkretes Projekt, das im Rahmen der „Gesundheitsregion Müritz“ umgesetzt werden soll: „Wir wollen den Park auf dem Mühlenberg gestalten.“ Für Lüdde ist klar: „Die Städte müssen ihre Kräfte bündeln.“
Und auch wenn die Gesundheitsregion Müritz erst auf dem Papier Gestalt annimmt, so schreibt Stein schon jetzt ins Stammbuch: „Wir brauchen auch Visionen. Wo kämen wir als Kommunalpolitiker hin, wenn wir die nicht hätten?“

Kontakt zur Autorin
p.konermann@nordkurier.de

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