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Eisige Ostertage vergrätzen Urlauber

An der Müritz wird was geboten, auch wenn die Schifffahrt auf Eis liegt. Petra Röse (rechts) informiert im Warener Haus des Gastes eine Leipziger Touristin über Radwanderwege.  FOTO:Döbereiner
An der Müritz wird was geboten, auch wenn die Schifffahrt auf Eis liegt. Petra Röse (rechts) informiert im Warener Haus des Gastes eine Leipziger Touristin über Radwanderwege. FOTO:Döbereiner

Von unserem RedaktionsmitgliedJörg Döbereiner

Rund um die Müritz verzeichnen viele Touristiker ein deutlich schlechteres Ostergeschäft als im vergangenen Jahr. Ihre Hoffnung auf eine gute Saison lassen sie sich aber nicht nehmen.

Waren.Wenn mitten im Ostergeschäft die Ausflugsschiffe im Eis feststecken und Urlauber sich für einen Einkaufsbummel richtig dick einmummeln müssen, dann bekommt das der Fremdenverkehr rund um die Müritz zu spüren. „Ostern kam einfach zu früh“, sagt Karin Schröder, Leiterin der Warener Tourist-Information. Maximal die Hälfte der Warener Ferienwohnungen und -häuser seien über die Feiertage gebucht gewesen. Zwar hätten einige Tagesgäste den Weg nach Waren gefunden, wovon Cafés und Gaststätten profitierten, doch sei das Ostergeschäft insgesamt „sehr verhalten“ gelaufen.
Heidrun Pärschke von der Tourismus-Information Malchow beurteilt die Situation ähnlich. „In Malchow waren bedeutend weniger Leute unterwegs als sonst“, stellt sie fest. Auch für die kommenden Wochen sehe die Buchungslage schlechter aus als in den Vorjahren. „Die Gäste warten den Wetterbericht ab und buchen dann kurzfristig“, so Heidrun Pärschke. Kurz und bündig fasst sich Karsten Thorun vom Haus des Gastes in Röbel: „Alle, die gebucht hatten, waren da. Aber wir hatten über Ostern deutlich weniger Tagestourismus als sonst“, so seine Einschätzung.
Betrachtet man die gesamte Mecklenburger Seenplatte, zeige sich beim Ostergeschäft dennoch kein einheitliches Bild, so Kersten Koepcke, Geschäftsführer des Tourismusverbands Mecklenburgische Seenplatte. „Die großen Ressorts hatten auch über Ostern gute Zahlen“, sagt er. Vor allem Familienurlauber hätten die Urlaubsreise auch bei Wind und Wetter angetreten. „Wer mit Kind und Kegel verreist, lässt sich nicht von ein paar Schneeflocken abschrecken“, glaubt er. Insgesamt habe die Auslastung bei Übernachtungen in der Region allerdings nur etwa 80 Prozent von der des Osterfestes im vergangenen Jahr erreicht. Das feierten wir 2012 aber immerhin auch eine gute Woche später.
Trotz des verhaltenen Starts sieht Kersten Koepcke für die Saison 2013 allerdings nicht schwarz: „Die Leute sind umso sonnenhungriger und haben Lust zu Reisen“, gibt er sich optimistisch. Die Vorbuchungssituation sei durchaus gut.

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j.doebereiner@nordkurier.de

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