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Ente gut, alles gut: Segler genießen den Saisonauftakt

Picknick auf offener See: Alle Boote zusammengebunden und zum gemütlichen Teil übergehen.
Picknick auf offener See: Alle Boote zusammengebunden und zum gemütlichen Teil übergehen.

VonElke Enders

Pünktlich zum Ansegeln hat es auch die Sonne richtig gut gemeint. Und wenn dann noch auf offener See zum Picknick geladen wird, kann es richtig gemütlich werden...

Rechlin.Eigentlich ist er eher auf der „Großen“ zu Hause. Doch nun hat er eine ganz kleine im Regal zu stehen: Siegfried Scherpinski, begeisterter Rechliner Segler, hatte im jüngsten Fahrtensegel-Wettbewerb des Müritz-Segel-Vereins Rechlin die Nase vorn und sicherte sich jetzt den Wanderpokal 2012, zumindest auf Zeit. Eine hölzerne Müritz konnte er anlässlich der Saisoneröffnung freudig in die Höhe halten, und eines ist klar: Der Rechliner wird alles daran setzen, dass sie in seinem Regal verbleibt. „Ich habe schon einen dieser Pokale zu Hause, vielleicht klappt es auch diesmal“, meinte er mit Blick auf die geltende Wettkampf-Regel: Dreimal gewinnen, dann behalten!
Doch Zeit zum Ausruhen auf dem Triumph gab es nicht. Schließlich rüsteten die Segler zur ersten Ausfahrt. Und, die Jüngsten-Mannschaft mitgezählt, waren es doch ein gutes Dutzend Boote, die von der Kleinen Müritz Kurs auf die große, echte nahmen. „Das ist schon eine ganz gute Beteiligung für die lange Zeit über den Winter“, zeigte sich Vereinsvorsitzender und Mitsegler Lutz Ackermann zufrieden. Auch waren die Boote allesamt gut besetzt, so dass eine anständige Mannschaft zusammenkam. Um darüber hinaus den Eltern der Segelkinder das Mitfahren zu ermöglichen, wurde die gute alte „Ente“ flott gemacht. Einst auf der Schiffswerft Rechlin gebaut, wie das Typenschild verrät, leistet das urige Wettkampfboot bei jeder Gelegenheit gute Dienste. Mit Sonnendeck und geräumiger Kajüte ausgestattet, bieten sich optimale Voraussetzungen, einen Sonnen-Segel-Tag zu genießen. Was die Ausflügler taten. Nur eines konnten sie nicht beeinflussen. Kaum hatten die Rechliner den Hafen verlassen, legte sich der Wind. Die Segelkinder trugen es mit Fassung, brachten selbst ihre Optis zum Schaukeln, um dennoch Spaß zu haben. Schließlich wurden sie per Schlauchboot von Hafenmeister und Trainer Axel Binder ins Schlepp genommen, und hinaus auf die doch etwas windigere Müritz gezogen. Hieß das Ziel zunächst Bolter Kanal, wurde die Strecke dann aber leicht abgekürzt. Kaffeedurst hatte sich eingestellt, und einige Segeleltern und Vereinsmitglieder hatten für Kuchen und Deftiges gesorgt. So wurden vor der Zielower Bucht die Boote aneinander gebunden, die Anker gelegt, und die Tassen aus den Verpflegungskörben geholt, Zeit zum Plauschen und Genießen.
Zurück im Hafen konnten alle die neue Einfahrt ausprobieren. Schließlich hatten aktive Vereinsmitglieder bei zahlreichen Arbeitseinsätzen im Winter fleißig Hand angelegt und die Steganlage erneuert. Auf der Terrasse der gerade eröffneten Hafengaststätte „Möwennest“ klang der Abend mit traumhafter Sicht aufs Wasser gesellig aus. Alles in allem ein gelungener Start in die neue Saison, bei der auch wieder mancher Wettkampf auf der Tagesordnung steht und sicher die gute alte Ente zum Einsatz kommt. Getreu dem Motto: Ente gut, alles gut.

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