Haushalt mit „Ecken und Kanten“ findet Mehrheit

VonThomas Beigang

Immerhin noch drei Tage früher als im Vorjahr verfügt auch die Stadt Waren seit gestern Abend über einen gültigen Etat.

Waren.Rund 5000 Seiten Papier voller Zahlen in fünf verschiedenen Entwürfen hatten die Experten unter Warens Stadtvertretern im Finanzausschuss seit Dezember durchzuackern, bis das Stadtparlament endlich mehrheitlich dem Haushalt für das Jahr 2013 seine Zustimmung gab. Trotz eines „kritischen Magengefühls“, wie der Sprecher des Finanzausschusses, Roland Preibisch (SPD), eingestand, trotz einiger „Bauchschmerzen“, so René Drühl (CDU) und trotz des Eingeständnisses von Rüdiger Prehn (Linke), ehrenamtliche Stadtvertreter könnten einen solchen Berg von Arbeit kaum noch bewältigen. Am Ende hat der Haushalt ungeachtet aller Bedenken aber die Hürde Stadtvertretung genommen. Stadtkämmerin Wera Ulm war die Erleichterung anzusehen. „Es war eine schwierige und langwierige Diskussion.“
Zum ersten Mal verfügt Waren nun auch über einen Haushalt, der nicht ausgeglichen ist. Im Ergebnishaushalt klafft eine Lücke von einer knappen Million, hätte die Stadt nicht auf liquide Mittel zurück gegriffen, wäre das Loch noch deutlicher gewesen. Dafür aber ein „Unentschieden“ zwischen Einnahmen und Ausgaben in Finanzhaushalt, auch wenn die FDP das anders sah und deshalb die Haushaltsdebatte von der Tagesordnung nehmen wollte. Um alle Aufgaben schultern zu können, muss die Stadt Waren mehr als zwei Millionen Euro Kredite neu aufnehmen, die neue Schuldenlast beträgt Ende 2013 dann rund sieben Millionen –330 Euro pro Kopf der Einwohner.

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