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Hier schwärmen Seemänner für Straßenkreuzer

Dass Brummen der Busse konnten diese Seebären locker übertönen. Und klangen dabei deutlich melodischer.  FOTO: cs
Dass Brummen der Busse konnten diese Seebären locker übertönen. Und klangen dabei deutlich melodischer. FOTO: cs

VonCarsten Schönebeck

Das Auto soll zu Hause bleiben. Neue Technik und ein verbessertes Angebot sollen dem Nationalparkticket in diesem Jahr wieder Erfolg bescheren.

Waren.Glaubt man den Seemannsliedern des Röbeler Männerchors, dann wollten die Herren am Samstagmorgen gerne nach Shanghai oder in die Karibik. Glück für das Publikum, dass sie ihrem Wunsch nicht nachgaben. Mit der Gesangsdarbietung eröffnete der Chor die Saison für das Nationalparkticket. „Bereits die 18.“, wie Sigrid Leder betonte. Die Geschäftsführerin der Personenverkehr GmbH Müritz (PVM) hatte Beteiligte und Honoratioren zu Sekt und Häppchen geladen. Dirk Rautmann lobte als Vertreter des Landkreises die Initiative der PVM, bei der touristischen Erschließung des Schutzgebietes. Die Ehrengäste aber waren die Mitglieder des Seniorenverbandes aus Röbel. Die Rentner durften zur diesjährigen Jungfernfahrt aufbrechen.
Im vergangenen Jahr hatten mehr als 27 000 Besucher das Nationalparkticket genutzt. In diesem Jahr hoffen die Betreiber auf den insgesamt 600 000. Passagier.
„Wir haben uns in diesem Jahr technisch weiter verstärkt“, so Sigrid Leder. Ein neuer Niederflurbus, speziell für die naturnahe Route, soll die Gäste chauffieren. Insgesamt werden auf der Strecke zwischen Waren und Rechlin drei Busse eingesetzt. Die Abfahrten erfolgen im Stundentakt und sind mit verschiedenen Führungsangebote im Nationalpark abgestimmt. Kooperiert wird weiterhin mit der Weißen Flotte. Ein Kombi-Ticket erlaubt die Rundreise auf verschiedenen Verkehrsmitteln. Neu ist in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit der Müritz-Saga, die ab Ende Juni in Waren aufgeführt wird. Zwar passen die Fahrzeiten der Linie nicht zu denen der abendlichen Aufführungen, Bus-Nutzer erhalten aber einen Rabat für die Saga.
Alle drei Busse sind per Anhänger in der Lage auch eine größere Zahl Fahrräder zu transportieren. Diese Möglichkeit nutzte in den vergangenen Jahren rund ein Viertel der Ticket-Käufer. Räder mit Elektroantrieb können unterwegs sogar an die Steckdose, um ihre Akkus aufzuladen. Das Nationalparkticket wird bis Anfang Oktober erhältlich sein. Dann geht es in die Winterpause.

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c.schoenebeck@nordkurier.de

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