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Iberotel: Gerüchte um Ende sind Spekulation

Das Haus direkt am Ufer des Fleesensees soll besonders Paare, Wellness-Urlauber und Freunde des Golfsports anziehen. [KT_CREDIT] FOTO: Sören Musyal
Das Haus direkt am Ufer des Fleesensees soll besonders Paare, Wellness-Urlauber und Freunde des Golfsports anziehen. [KT_CREDIT] FOTO: Sören Musyal

VonThomas Beigang

In dem Sterne-Hotel am Fleesensee bestreitet man Schließungspläne. Die Direktorin wehrt sich gegen eine Verunsicherung von Mitarbeitern und Gästen.

Göhren-lebbin.Für die rund 100 Beschäftigten des renommierten Iberotels Fleesensee in Göhren-Lebbin hat es gerade nur ein Gesprächsthema gegeben: die Rundfunkmeldung über die Trennung des Tourismuskonzerns TUI von dem Haus am Ufer des Fleesensees. Das Unternehmen beabsichtige, hieß es, sich noch im Herbst von dem erst 2009 gebauten Hotelkomplex zu trennen, in das einst
23 Millionen Euro investiert wurden.
„Unverantwortlich“ nennt die im Januar zur Hotel-Chefin berufene Direktorin Stefanie Kloos das. „Alles reine Spekulation“, sagt sie. Sie habe keine Kenntnisse darüber, dass TUI Trennungsabsichten hege. „Das Tourismusunternehmen ist übrigens zwar der Betreiber, aber nicht der Besitzer des Hotels“, will sie weiter klarstellen. Man müsse sich an dieser Stelle fragen, wer welche Motive habe, von drohender Schließung des Hotels zu reden und dieses zu verbreiten. Direktorin Kloos stellt zwar fest, das es normal sei, wenn in Tourismusunternehmen auch über mögliche Strategiewechsel oder Alternativen nachgedacht werde, „aber definitiv sei von Trennung oder Schließung keine Rede“, betont die Hotelmanagerin. Die Konzernzentrale wollte die geplante Schließung ebenfalls nicht bestätigen. Es hieß, ein Rückzug werde derzeit geprüft, die Entscheidung sei jedoch noch ergebnisoffen, so eine Sprecherin.
Das Konzept des Hauses sah bei der Einweihung vor, in erster Linie Paare, Wellness-Urlauber und Golfer anzusprechen. Das Hotel direkt am Wasser verfügt über 312 Betten, rund 100 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Bereits im November 2012 hatte die Mehrheit der Gesellschafter entschieden, die im Nachbarort gelegene Ferienanlage „Land Fleesensee“ zu verkaufen. Eine Entscheidung soll im Juli 2013 fallen, derzeit werde mit sechs Interessenten verhandelt, heißt es. Ein Verkauf solle dort aber keine Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb des Hotels haben, heißt es immer wieder. Und somit brauche sich auch niemand der rund 500 Arbeitnehmer Sorgen zu machen. Schon im Herbst war man sich sicher, dass für die rund 47 Millionen Euro, auf weniger werden sich die Banken nicht einlassen, Kaufinteressierte zu finden seien. So soll die nahe Zukunft jetzt abgesichert sein. Bis Ende 2013 hat man mit den Geldinstituten ein „Stillhalteabkommen“, womit unter anderem eine Tilgungsaussetzung des Kredits gemeint ist.

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