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Im Nationalpark beginnen wieder die Adler-Shows

Urlauberin Gothlinde Gallinger, aus Hohen Neuendorf angereist, bestaunt die Fischadler-Live-Kamera in Federow. [KT_CREDIT] FOTO: Döbereiner
Urlauberin Gothlinde Gallinger, aus Hohen Neuendorf angereist, bestaunt die Fischadler-Live-Kamera in Federow. [KT_CREDIT] FOTO: Döbereiner

Von unserem Redaktionsmitglied
Jörg Döbereiner

Mit neuen Ausstellungen und bewährten Führungen startet die Nationalpark-
Information Federow in die neue Saison. Auch ein allseits bekannter TV-Star posiert wieder vor seinem Publikum. In Brückentin wartet die Kamera derweil noch auf die Protagonisten.

Federow/Brückentin.Das nennt man eine perfekte Punktlandung: Just am Karfreitag, dem Tag des Saisonstarts in der Nationalpark-Information in Federow, flog auch der Fernseh-Star des Parks ein. Das Fischadler-Männchen, dessen Horst per Live-Übertragung auf einem Bildschirm in der Information zu sehen ist, kehrte trotz Schnee und Eis als eines der ersten im Land an seinen Brutplatz zurück. Seitdem am Montag auch das Weibchen eingetroffen ist, bauen die beiden fleißig am Horst – und paaren sich bis zu 300 Mal. Schließlich sollen bald wieder zwei oder drei junge Fischadler aus den Eiern schlüpfen. „In zehn bis 14 Tagen erwarten wir das erste Ei“, sagt Naturpark-Mitarbeiterin Saskia Graefe. Nach gut fünf Wochen Brutzeit können die Besucher am Bildschirm mitverfolgen, wie das erste Junge schlüpft und die Eltern es mit frischem Müritz-Fisch füttern.
Auf der Herzinsel im Großen Brückentinsee im Inselhotel Brückentin zeigt der Extrakanal, der in allen Zimmern übertragen wird, dagegen noch einen leeren Horst. Noch sind die Fischadler nicht zurückgekehrt. Im zugefrorenen See könnten sie auch noch nicht jagen.
In Federow warten auf die Besucher in dieser Saison zwei neue Ausstellungen. Im Vortragsraum der Nationalpark-Information stellt der Künstler Christopher Schmidt Tier-Aquarelle aus, zu denen ihn Ausflüge rund um die Müritz inspiriert haben. Außerdem startet im Mai eine Seeadler-Ausstellung. Wer die Vogelarten rund um die Müritz mit dem eigenen Fernglas beobachten will, dem empfiehlt Saskia Graefe eine der täglichen Adlersafaris. Hinzu kommen über 600 Kilometer Rad- und Wanderwege, die man auf eigene Faust erkunden kann. „Ornithologisch ist vor allem der Warnker See interessant. Sobald der eisfrei ist, sammeln sich hier die Enten auf ihrem Zug zu den Brutplätzen“, so die Mitarbeiterin des Nationalparks.
Von Federow aus rät Saskia Graefe zu einem Ausflug zum Landschaftspflegehof Müritzhof, den man nur zu Fuß, mit dem Rad oder per Kutsche erreichen kann. Hier erwartet die Besucher neben Shetlandponys, Schafen und Rindern auch eine Gaststätte mit eigener Produktion, betrieben vom Lebenshilfswerk Waren. Auch der Käflingsbergturm bei Speck mit seiner 55 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform ist immer einen Abstecher wert.
Wie Saskia Graefe berichtet, kommt so manch ein Tourist übrigens nach der Exkursion ein zweites Mal zur Info-Stelle: „Viele greifen nach der Führung zum Vogelbestimmungsbuch.“

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j.doebereiner@nordkurier.de

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