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Kulturpreise der alten Kreise sollen „beerdigt“ werden

Von unserem Redaktionsmitglied
Thomas Beigang

Während seiner Beratung im Schliemann-Museum zu Ankershagen hat der Kulturausschusses des Kreistages eine Lanze für eine Kreiskulturkonferenz gebrochen. Doch dafür sind noch Vorarbeiten nötig.

Seenplatte.Die alten Preise sind tot, es leben die neuen. Die Kreistags-Mitglieder im Ausschuss für Kultur haben während ihrer jüngsten Beratung in Ankershagen die „alten“ Kulturpreise der ehemaligen Landkreise Mecklenburg-Strelitz, Müritz und Demmin beerdigt und sich einstimmig für die Ausschreibung eines neuen, für den ganzen Großkreis Mecklenburgische Seenplatte gültigen, Kulturpreises ausgesprochen. Neubrandenburg hat keinen städtischen Kulturpreis vergeben. Wie der Ausschuss-Vorsitzende Michael Körner (SPD) jetzt sagte, sollen künftig jährlich im Wechsel ein Kulturpreis und ein Jugend-Kulturpreis vergeben werden.
Damit gehören solche Auszeichnungen wie die Heinrich-Schliemann-Medaille, die im Müritzkreis für herausragende kulturelle Beiträge vergeben wurde oder der Daniel-Sanders-Preis aus der Strelitzer Region der Vergangenheit an und werden nicht mehr vergeben. Die beiden neuen Kulturpreise, deren Preisträger vom Kreistags-Kulturausschuss dem Landrat vorgeschlagen werden sollen, können mit 5000 Euro dotiert werden, hieß es.
Noch in diesem Jahr soll sich nach dem Willen der regionalen Kulturpolitiker der Erste oder die Erste aus dem Landkreis mit der neuen Auszeichnung schmücken können, die es aus der Hand des Landrats zu empfangen gilt. Als guten Anlass für die Vergabe des Preises könnte sich eine Kreis-Kulturkonferenz eignen, findet Körner. Denn die Einberufung einer solchen Beratung von Kultur- und Kunstschaffenden der Seenplatte hat der Kulturausschuss des Kreistages ebenfalls empfohlen. Verantwortlich dafür soll ein Kulturbeirat sein nach dem Vorbild des Altkreises Mecklenburg-Strelitz. Der Kulturausschuss hat während seiner Beratung im Schliemann-Museum Namen potenzieller Mitglieder „gesammelt“, aus denen der Landrat einen solchen Kulturbeirat bestimmen könnte, so Körner.

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t.beigang@nordkurier.de

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