Die meisten Linden stehen noch und werden in Ehren gehalten, wie Bürgermeister Christian Stehlmann, Vorsitzender des Chors, und seine Chor-Stellvertreterin Ingrid Witt sagen. FOTO: Enders
Von unserem Redaktionsmitglied Elke Enders
Vom 6. bis 8. Juli wird in Schwarz zur 775-Jahrfeier eingeladen. Beim Erstellen der Festschrift sind die Macher in der Dorfchronik auf manche interessante Episode gestoßen.
Schwarz.Es sind besondere Bäume, die da am Seebusch ihre Blätter im Wind wiegen. Christa Melz, Liane Krüger, Sigrid Höppner und Ingrid Witt haben die Festschrift zum Schwarzer Dorfjubiläum erstellt, das vom 6. bis 8. Juli zünftig gefeiert werden soll. „Viel haben wir aus der Chronik rausgezogen“, sagt Ingrid Witt, die bei dieser Gelegenheit auch die Geschichte von den alten Linden noch mal nachgelesen hat. Dass sie sowas wie die Seele des Dorfes sind, macht Bürgermeister Christian Stehlmann (parteilos) deutlich. Denn die hochgewachsenen Bäume wurden einst zur Geburtsstunde des Schwarzer Chores gepflanzt. Im November 1894 hatte Lehrer und Küster Paul Linshöft die Initiative ergriffen und die Singegemeinschaft gegründet. Ein Jahr später kamen die Linden in den Boden – jedes Mitglied setzte einen Baum, so ist es überliefert. 27 an der Zahl haben die Schwarzer später gezählt. „Daher wissen wir, dass der Chor zur Gründung 27 bis 30 Mitglieder hatte“, klärt Ingrid Witt auf. So waren es seinerzeit die Gesangsfreunde, die den Seebusch als Ort zum Feiern wählten, eine Nutzung, die bis heute so geblieben ist. Heute wird der Gemischte Chor Schwarz musikalisch von Ralf-Peter Karl geleitet. Christian Stehlmann hat den Vorsitz inne. Wie schön es noch immer am Seebusch ist, davon können sich nun auch bei der 775-Jahrfeier alle Gäste überzeugen. Bereits am Freitag, 6. Juli, wird zum Markttreiben eingeladen. Wer selbst etwas anbieten möchte, kann sich noch beteiligen – auch als Privatperson. Eine Standgebühr wird nicht erhoben, teilte der Bürgermeister mit. (Anmeldungen unter Tel. 039827 30201) Offizielle Eröffnung der Feierlichkeiten ist um 13 Uhr. Im Anschluss erwarte alle Besucher ein buntes Programm mit Aal würfeln, Bastelstraße, Ponyreiten, Kaffee und Kuchen, Tanz- und Hundevorführungen. Der historische Festumzug startet am Sonnabend um 13 Uhr. Nach kirchlicher Andacht und Chorgesang können ab 16 Uhr die „Schwarzen Perlen“, die Friesen, bewundert werden. Line-Dance und Wittstocker Herzbuben, Lagerfeuer und Feuerwerk lassen den Tag würdevoll ausklingen – ehe man sich am Sonntag zum Frühschoppen mit Blasmusik und Feuerwehr-Vorführungen trifft.