Noch knapp zwei Monate, dann dürfen Besucher endlich hinein ins umgestaltete Agroneum. Hier laufen die letzten Arbeiten.
Alt Schwerin.Wenn am 28. Juli das Agroneum für Besucher seine Pforten öffnet, dann werden sie von einem alten Bekannten begrüßt. Denn das große Lokomobil, das mehr als drei Jahrzehnte das alte Museumsgebäude schmückte, ist jetzt umgesetzt worden. Keine leichte Aufgabe, wie Axel Müller, Mitarbeiter beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und Museumsleiter, gestern erklärte. Ein Tieflader und ein Großtraktor waren notwendig, um das rund zehn Tonnen schwere Gerät an seinen neuen Platz zu hieven. Im neuen Eingangsbereich wurde eigens eine Vitrine installiert, in der das Lokomobil nun zu bewundern ist. Das war übrigens noch in den 1960er-Jahren auf den Feldern der Region unterwegs. Damals allerdings mit einer „Schwestermaschine“: Immer zwei Lokomobile fuhren parallel zueinander und zogen zwischen sich einen Pflug hin und her, so dass der Boden umgegraben wurde – bis zu 700 Metern konnten zwischen Lokomobil und Lokomobil liegen. Geschützt in der Vitrine und abends angestrahlt, steht das historische Gefährt nun für den Wandel in der Landwirtschaft – das Thema des neuen Agroneums. Eigentlich sollte die Einrichtung schon 2011 die Pforten öffnen, aber der lange Winter 2010/2011 hatte den Planungen einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass Verzögerungen nicht mehr aufgeholt werden konnten. Rund 6,8 Millionen Euro kostet der Umbau, bei dem aus dem ehemaligen Agrarhistorischen Museum das Agroneum entsteht. Das ist die größere Einzelinvestition, die der Landkreis Müritz noch vor der Gebietsreform begonnen hatte und die nun im Großkreis zu Ende geführt wird.