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„Nicht nur Küchenbilder“ an fremden Stränden

„Nicht nur Küchenbilder“ heißt es ab 4. März zu Saisonbeginn in Lehsten. Deshalb hängt Brunhilde Schmalisch die „Makrelen“ auch an andere Wände in der Büdnerei. Die Vernissage beginnt um 15 Uhr. [RS_CREDIT] Foto: Silke Voß
„Nicht nur Küchenbilder“ heißt es ab 4. März zu Saisonbeginn in Lehsten. Deshalb hängt Brunhilde Schmalisch die „Makrelen“ auch an andere Wände in der Büdnerei. Die Vernissage beginnt um 15 Uhr. [RS_CREDIT] Foto: Silke Voß

Lehsten.Knospen und Blüten im Winter? Unzuverlässig ist die Natur. Ein untrügliches Zeichen aber dafür, dass der Frühling vor der Tür steht, ist, wenn die Büdnerei Lehsten wieder die ihrigen öffnet. Brunhilde Schmalisch dekoriert frühlingshaft, und schon am ersten März-Wochenende künden „Nicht nur Küchenbilder“ an den weiß getünchten Lehmwändendavon, dass kulinarische Motive nicht nur an Küchenwände gehören. Mit der gleichnamigen Ausstellung „tischen“ am Sonntag, dem 4. März, ab 15 Uhr Heike Camp, Evelyn Eichinger, Manfred Kretzschmar, Helga Priester, Shana Thies und Silke Voß Kunst auf, die das Ende der Fastenzeit lustvoll vorwegnimmt: Opulente Bilder von Hummer und Fisch sowie allerlei ländlichem Getier.
Danach folgt der saisonale Ausstellungsreigen: Ölmalerei und Aquarelle von Ruth Venus, Malerei und Grafik von Alfred Schmidt. Noch im Frühjahr widmet sich Lehsten in Zusammenarbeit mit dem Literaturzentrum Neubrandenburg wieder dem hier geborenen Dichter Friedrich Griese. Dessen autobiografische Impulse stehen am 31. März im Mittelpunkt des Kolloquiums. Ansonsten lockt die Büdnerei mehrmals monatlich mit Musik: Csokolom mixt die Tanzmusik der Roma mit Jazz, Latin und Klassik. Tino Eisbrenner führt an „Fremde Strände“, Jessy Martens in einen HamburgerBluesclub, LaLeLu a capella zu guter Laune, der Schauspieler Karsten Troyke singt Kreisler und „The Stokes“ spielen Irish Folk.
Dass dieses ambitionierte Programm stattfinden kann, ist indes auch vielen Freunden und Bewunderern der Büdnerei zu danken. Denn Schmalischs waren kurz davor aufzugeben. Eine „ordentliche“ Nachzahlungsforderung der Künstlersozialkasse über mehrere Jahre machte ihnen zu schaffen. Doch großzügige Spenden halfen ihnen aus der Klemme.(SV)

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