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Schatulle landet unter Malchows Millionen-Brücke

VonJörg Döbereiner

Wirtschaftsminister Harry Glawe legte in Malchow den Grundstein für die neue Drehbrücke. Bürgermeister Joachim Stein gab sich zuversichtlich, dass das Vorhaben rechtzeitig fertig wird – und nannte schon einen Wunschtermin.

Malchow.Für die Inselstädter war es ein Festakt: Bei strahlendem Sonnenschein beobachteten rund 100 von ihnen am Donnerstag, wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) und Bürgermeister Joachim Stein (Grüne) zur Maurerkelle griffen. Sie legten den Grundstein für die neue Schrägseilbrücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße. „Dies ist unser neues Stadtzentrum“, sagte Joachim Stein und wies damit auf die immense Bedeutung der Brücke für Malchow hin.
Dementsprechend langen Stadt und Land für das Verkehrsprojekt kräftig in die Tasche: Rund 6,8 Millionen Euro kostet die neue Brücke. Gut sechs Millionen kommen vom Schweriner Wirtschaftsministerium, weitere 300 000 Euro bezahlt das Landes-Innenministerium, für etwa 500 000 Euro muss die Stadt Malchow selbst aufkommen. „Das ist eine der größten Investitionen der Stadt Malchow in den letzten 20 Jahren“, so Joachim Stein.
Mit dem Baufortkommen zeigte sich das Stadtoberhaupt zufrieden. „Alle haben an einem Strang gezogen“, so Bürgermeister Stein. Nicht nur liege man im festgesetzten Zeit- und Finanzrahmen, sondern man wolle das Projekt sogar früher abschließen als geplant: „Ich wünsche mir, dass es bis Anfang Oktober gelingt“, meinte Joachim Stein.
Wirtschaftsminister Harry Glawe überreichte den Malchowern den sechs Millionen Euro schweren Fördermittelbescheid. Er betonte, dass sich die Investition in die touristische Infrastruktur für die Malchower lohne. „Ich weiß, dass die Belastung für viele Bürger groß ist“, sagte er. „Aber die Aussicht, etwas zu schaffen, das für die nächsten 20 bis 30 Jahre halten soll, ist es wert.“
Mindestens einige der Zaungäste teilen diese Meinung. „Aber sicher wird das was“, zeigte sich eine Malchowerin optimistisch, was den Brückenbau angeht.
Zur feierlichen Grundsteinlegung mauerte Glawe gemeinsam mit Bürgermeister Stein eine Schatulle in den Grundstein. In ihr befand sich neben einigen Banknoten und Münzen auch die aktuelle Ausgabe des „Nordkurier“.

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