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Schüler beweisen Geduld und starke Nerven

Ina Teschen will nach dem Abi Medizin studieren. „Durch das Praktikum im Warener Krankenhaus komme ich meinem Ziel näher“, sagt sie.  FOTO: Moritz Hackmann
Ina Teschen will nach dem Abi Medizin studieren. „Durch das Praktikum im Warener Krankenhaus komme ich meinem Ziel näher“, sagt sie. FOTO: Moritz Hackmann

VonM. Hackmann, L. Imken
und L. Appel

Albtraum-Job oder Traumberuf: Zehntklässler des Wossidlo-Gymnasiums machen gerade Praktika in Einrichtungen der Region.

Waren.Leben retten ist der Traum von Robert Wustmann und Ina Teschen. Die Zehntklässler absolvieren ihr Schulpraktikum im Warener Krankenhaus. „Ich will mich auf ein Medizinstudium vorbereiten“, erklärt der 16-Jährige. Die Zwei arbeiten in unterschiedlichen Fachbereichen der Warener Klinik. „Besonders interessant für mich war das Messen von Blutzucker und Blutdruck“, sagt er. Doch auch Essen austeilen und die Kranken zu anderen Stationen zu transportieren, gehört zu seinem Aufgabenbereich. „Die Arbeit hier ist ganz anders, als mein Schulalltag.“ Der Tag beginnt um 7 Uhr, vor 15 Uhr geht es nicht nach Hause. Ziemlich anstrengend. Trotzdem vergeht beiden die Lust an der Arbeit nicht. Für Robert und Ina steht der Höhepunkt der drei Wochen fest: „Ich freue mich schon darauf, bei einer OP dabei zu sein“, erklärt Robert.
Mit einem anderen Zweig der Medizin befasst sich Sharon Lee Uher. Sie absolviert ein Praktikum in der Psychiatrie Röbel. Auch sie will später einmal Menschen helfen. „In einem Psychologiestudium sehe ich die Chance dazu“, so die 16-Jährige. „Momentan helfe ich auf der Suchtstation. Dort gehört es zu meinen Aufgaben, Patienten zu füttern, die sich allein nicht versorgen können“, berichtet Sharon. Eine einschneidende Erfahrung. „Ich schätze mein eigenes Leben mehr, seitdem ich hier bin.“ Trotz der Erlebnisse lässt sie sich von ihrem Berufswunsch nicht abbringen. „Ich hoffe, dass ich während des Praktikums noch die Intensivstation besuchen darf“, sagt sie.
Für Juliane Kagel stand immer fest, dass sie Polizistin werden möchte. „Ich bin für das Praktikum bei der Wasserschutzpolizei tätig und erlebe den Alltag auf dem Wasser“, erzählt sie. Dort kontrolliert sie gemeinsam mit den Beamten die Geschwindigkeit und die Zulassungen der Angler. „Ich durfte sogar unser Boot ,Seeadler’ steuern“, berichtet Juliane. Sie hofft auf viele Erfahrungen, die ihre Polizei-Kollegen mit ihr teilen.

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