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Seit 18 Jahren unzertrennlich auf der Überholspur

Auf der Autobahn oder auch mal quer über den Acker haben die beiden ganz schön Strecke gemacht.
Auf der Autobahn oder auch mal quer über den Acker haben die beiden ganz schön Strecke gemacht.

Von unserem Redaktionsmitglied
Carsten Schönebeck

Führer- und Trauschein liegen bei Mirko Runge dicht beieinander. Zwischen ihm und seinem Land Rover, das gesteht der Fotograf, sei Liebe im Spiel.

GroSS Gievitz.„Er hat mich nie im Stich gelassen“, sagt Mirko Runge. Und dabei hatten er und sein Geländewagen so manches Hindernis zu überwinden. Schon das Kennenlernen der beiden im Jahr 1995 kam nicht ohne Komplikationen aus. „Ich wusste damals genau, dass ich dieses Modell will. Aber das war hier in der Gegend nicht zu bekommen“, erzählt er. Für die Liebe zu seinem Land Rover nahm er deshalb eine Strecke von mehr als 750 Kilometern in Kauf. In Bad Kreuznach hatte ein Händler das Auto im Sortiment, das den Fotografen seither begleitet. Quer durch Land und Republik haben die beiden inzwischen mehr als 460 000 Kilometer zurückgelegt. „Ab und an darf auch meine Frau mal damit fahren, aber eigentlich ist es eine sehr exklusive Beziehung zwischen uns“, sagt er und lacht.
Aber nicht nur die langen Strecken haben aus der Romanze echte Liebe werden lassen. So manchen Baum habe er mit dem Wagen schon aus dem Weg und manch Verunfallten aus dem Graben gezogen. „Das macht er ganz locker im ersten Gang“, berichtet Runge ein bisschen stolz. Da verzeiht er dem britischen Fabrikat auch den kräftigen Sprit-Durst, den so ein Geländewagen mit sich bringt.
Doch das rote Kraftpaket dient nicht nur als Transportmittel für ihn und seine Familie. Auch bei der Arbeit des Werbe-Fotografen assistiert der Land Rover. Auf der Motorhaube rekelte sich schon so manches Fotomodell während des Shootings und für andere Aufnahmen diente der Wagen dem Künstler als Podest.
Das Geheimnis der langen Beziehung ist wohl die Ehrlichkeit. Wenn es doch mal knirscht, dann spricht der Groß Gievitzer auch mal ein offenes Wort mit seinem Auto. Handgreiflich sei er aber nur selten geworden. „Ich wechsle mal ein Rad, aber alles andere überlasse ich dem Fachmann.“
Und was sagt seine Frau zur innigen Beziehung zwischen Mann und Auto? „Sie wird es wohl aus der Zeitung erfahren, aber vermutlich hat sie es immer geahnt“, sagt Runge schmunzelnd.

Nicht alle haben zu ihrem Auto eine so innige Beziehung wie Mirko Runge. Wer beim fahrbaren Untersatz sein Singledasein beenden will, der kann am kommenden Samstag auf dem Warener Automarkt vielleicht die Liebe seines Lebens finden. Auch der Nordkurier ist mit von der Partie und verlost unter den Besuchern auf dem Neuen Markt eine Kurzreise in die Landeshauptstadt.

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c.schoenebeck@nordkurier.de

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