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Spannung vor dem Fest: Woher kommen die Grüße?

Wer Waren ade sagen muss, der sehnt sich oft genug zurück – und schickt Grüße hoffentlich zum Jubiläum.  FOTO: Petra Konermann
Wer Waren ade sagen muss, der sehnt sich oft genug zurück – und schickt Grüße hoffentlich zum Jubiläum. FOTO: Petra Konermann

VonThomas Beigang

Von der Müritz in die Fremde und „Fremde“ an der Müritz. Im neuen Thema der Woche stellen wir Menschen vor, die ausgewandert sind und solche, die hier angekommen sind.

Waren.Im Organisationsbüro zur Vorbereitung der 750-Jahr-Feier in Waren sind schon viele gute Ideen geboren worden. Eine der besten: Die Bitte um Grüße aus der neuen Heimat in die alte. „Wir sind sehr gespannt“, sagt Vorbereitungschefin Christine Bülow, „welcher der Wünsche oder Grüße den weitesten Weg zurücklegen muss.“
Dass es viele Warener, Malchower, Röbeler, Penzliner und andere Müritzer aus der alten Heimat in die Fremde gezogen hat, ist eine Binsenweisheit. Veränderte Bedingungen, Arbeitslosigkeit, keine Chance auf die Wunsch-Lehrstelle oder eine bessere Bezahlung in anderen Bundesländern, vielleicht der Drang nach Veränderung hielten viele Menschen nicht mehr in der Region zwischen Alt Rehse und Alt Schwerin. Sie gingen weg, wenn auch etliche nur schweren Herzens. Aber fast alle eint, dass die Kontakte zur Heimat nie ganz abgerissen sind. Ein Beispiel gefällig? Als die Müritz-Zeitung im vergangenen Jahr dank der Mithilfe der Straßenmeisterei in Waren ausrangierte Ortsschilder mit der Bezeichnung Müritzkreis zugunsten des Nordkurier-Leserhilfswerks verkaufte, haben sich viele gemeldet, die die gelben Tafeln kaufen wollten, um sie Angehörigen in der Fremde zu schenken. Eines der Ortsschilder hat dabei einen besonders weiten Weg in Angriff genommen. Auch darüber werden wir berichten. Anders herum funktioniert es natürlich auch: Menschen aus anderen Regionen und fernen Ländern, die hier eine neue Heimat gefunden haben. Kein Vergleich zu den Metropolen, aber es gibt einige, und auch solche haben wir aufgespürt.
Beim Tourismus freilich gibt es noch deutlich Nachhol-Bedarf. Die Zahl der ausländischen Gäste, die rings um die Müritz Urlaub machen, ist auch jetzt noch relativ gering. Wir werden versuchen, dafür einige Gründe zu benennen.

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t.beigang@nordkurier.de

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