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Spaß im Wunderkreis

Die Göritzer Schüler Lourin Herrmann, Angelique Meinke, Emely Feldhacke (hockend von links), Benjamin Schmidt, Giovanni Licht, Theresa Ninnemann und Timo Arendt (stehend von links) halfen gestern beim Bau des Wunderkreises in Malchow.[KT_CREDIT] FOTOs (2): Oliver Spitza
Die Göritzer Schüler Lourin Herrmann, Angelique Meinke, Emely Feldhacke (hockend von links), Benjamin Schmidt, Giovanni Licht, Theresa Ninnemann und Timo Arendt (stehend von links) halfen gestern beim Bau des Wunderkreises in Malchow.[KT_CREDIT] FOTOs (2): Oliver Spitza

VonOliver Spitza

Endspurt bei den Bauarbeiten im Malchower Labyrinthpark. Auch die Göritzer Grundschüler helfen mit, denn in einer Woche ist Eröffnung.

Malchow.„Sök dien Weg…“, suche deinen Weg, steht groß am Speichercafé. Was in diesem Fall aber nicht reichen wird, sondern man muss seinen Weg auch finden. Sonst irrt man lange durch den großen Irrgarten. Bei den verschiedenen Labyrinthen ist es einfacher. Da führt nur ein Weg ans Ziel – aber auch er muss erst einmal gegangen werden.
Am Sonntag, dem 9. Juni, um 10 Uhr öffnet der Malchower Labyrinthpark. Bereits am 6. Juni gibt Liedermacher Gerhard Schöne um 16.30 und 19.30 Uhr hier zwei Konzerte, am 7. Juni führt Gernot Dandolini aus Innsbruck die interessierten Besucher der Andacht und des Vortragsabends ab 18 Uhr in die jahrtausendealte Welt der Labyrinthe ein.
Doch bis dahin ist noch viel auf dem ein Hektar großen Areal an der B 109 zu tun. Pfarrer Thomas Dietz, Bauleiter Gerd Kohli und die vielen fleißigen Helfer und Firmen sind im Endspurt. Und sie bekamen gestern tatkräftige Hilfe von den Fünft- und Sechsklässlern der Göritzer Grundschule. Gemeinsam legten sie aus Feldsteinen den Wunderkreis an. Dieses Rasenlabyrinth war vor über 400 Jahren von einem Schulleiter auf dem Eberswalder Hausberg angelegt worden, der Wunderkreis diente zum Vergnügen und sportlichen Wettstreit der Schüler, denn zwei Personen können parallel über zwei Eingänge bis zum Mittelpunkt und zurück laufen. Der Hausberg wurde später zur Kiesgewinnung abgetragen, 1855 entstand auf einem Eberswalder Sportplatz ein zweiter Wunderkreis, der 35 Jahre Bestand hatte. „Wir wollen diese Tradition fortsetzen und haben deshalb den Wunderkreis mit in unseren Labyrinthpark aufgenommen.
800000 Euro hat die Anlage gekostet, das Geld ist gut angelegt. Denn wer vor Augen hat, wie verwildert das Areal – von der Kirchenruine ganz zu schweigen – noch vor drei Jahren aussah, wird staunen. „Großartig, was hier geleistet wurde“, lobte gestern auch Heinrich Kanstein, von 1992 bis 1998 Superintendent im Kirchenkreis Prenzlau. Der 79-Jährige wird am 6.Juli mit dem Kirchenbau- und Förderverein der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Altreinickendorf von Berlin nach Prenzlau und Malchow kommen und „sondierte“ dafür gestern schon mal mit Ehefrau Hildegard das Gelände.

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o.spitza@uckermarkkurier.de

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