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Spenden-Pegel steigt: Geld für Goldenen Hecht in Waren

Florian Seeber (links), Leiter des Musikperformance-Projektes, und Mario Lehmann (3. v. l.), Geschäftsführer des Gymnasiums Schloss Torgelow, überreichen Andrea Nagel (2. v. l.) und Irene Hartwig vom Müritzeum eine Spende über 2040 Euro.  FOTO: S. Musyal
Florian Seeber (links), Leiter des Musikperformance-Projektes, und Mario Lehmann (3. v. l.), Geschäftsführer des Gymnasiums Schloss Torgelow, überreichen Andrea Nagel (2. v. l.) und Irene Hartwig vom Müritzeum eine Spende über 2040 Euro. FOTO: S. Musyal

VonSören Musyal

Ein seltener Fisch braucht ein Sonderbecken im Müritzeum. Das Gymnasium Schloss Torgelow hat nun mit einer Spendenaktion dazu beigetragen.

Waren.Der nächste Schritt ist getan, das Fundament für das neue Zuhause des Goldenen Hechtes im Warener Müritzeum sozusagen gegossen. „Das Müritzeum steht für Bildung in der Region“, erklärt Mario Lehmann. Zuvor hatte der Geschäftsführer des Privaten Gymnasiums Schloss Torgelow dem Museum eine Spende über 2040 Euro überreicht. „Wir wissen, dass die Einrichtung auf Spenden angewiesen ist“, begründet er die finanzielle Unterstützung. Zudem sei man dankbar gewesen, dass die Schule im Müritzeum ihr Projekt „Musikperformance“ hatte durchführen dürfen. In dessen Rahmen waren auch die Spenden gesammelt worden. „1020 Euro sind an dem Abend zusammengekommen. Die Schule hat den Betrag dann noch mal verdoppelt“, erklärt Lehmann, dessen Schüler nun auch mit drei Beiträgen beim Jugendvideowettbewerb in Neubrandenburg nominiert sind.
Das Geld ist jedoch für ein bestimmtes Projekt gedacht: Der Goldene Hecht, der seit einem guten Jahr im Müritzeum weilt, soll ein Sonderbecken bekommen. Doch dafür muss Geld her. „40 000 Euro kostet das Becken“, sagt Andrea Nagel, Geschäftsführerin des Müritzeums. Zwar sei das Becken schon beim Bau der Einrichtung geplant gewesen, aus Kostengründen habe man dieses jedoch eingespart. „Der Goldene Hecht liefert nun einen willkommenen Anlass, den Bau endlich nachzuholen“, sagt sie.
Solange bleibt der seltene Fisch jedoch, wo er ist: Im alten Müritzmuseum unter der Herrenseebrücke steht er unter Quarantäne. „Als wir ihn von der Seefischerei Dahmen geschenkt bekommen haben, war er nicht ganz fit“, berichtet die Museumsleiterin. Außerdem seien Hechte Raubfische. Es gehe also auch um den Schutz der anderen Wasserbewohner.
Mit dem neuen Becken wolle das Müritzeum nun jedoch dem hohen Seltenheitswert des Goldenen Hechtes Rechnung tragen. „Er soll vielleicht eine Art Maskottchen werden“, sagt Nagel. Immerhin sei der Pigmentfehler des Hechtes, den auch Goldfische haben, extrem selten. Und wer weiß: „Eventuell können wir mit dem neuen Sonderbecken Anreize schaffen, damit die Leute auch in der kalten Jahreszeit zu uns kommen“, spekuliert sie. Daher solle es auch zu Weihnachten fertig werden, „als Weihnachtsüberraschung sozusagen“, meint Nagel. Dafür müssen allerdings noch ein paar Spenden gesammelt werden: „Ein Viertel haben wir jetzt zusammen.“ Spenden seien also herzlich willkommen.

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