Februar 3, 2012
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Waren von Thomas Beigang

Von alten Ortsschildern heißt es Abschied nehmen

Auch äußerlich soll die Kreisgebietsreform bald in den Städten, Gemeinden und Ortsteilen sichtbar sein. Der neue Kreisname Mecklenburgische Seenplatte ersetzt nach und nach ab dem Frühjahr das beliebte und vertraute Schild „Müritzkreis“. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

Neue Ortsschilder
Ortsschilder wie das in Lexow sind bald passé.
Foto: Petra Konermann
Müritzregion (nk)  

Für die einen ist es überfällig, für die anderen ein Abschied, den sie gern noch weiter hinauszögern wollen. Doch die Messen sind gesungen: Die Zeiten der alten Ortsschilder mit dem Zusatz „Müritzkreis“ laufen ab.

 

Bis zum 30. Juni werden die allermeisten Schilder in den Städten und Dörfern der Müritzregion erneuert sein und mit dem Zusatz „Landkreis Mecklenburgische Seenplatte“ auf die neue Kreiszugehörigkeit hinweisen. Das sagte am Freitag auf Nordkurier-Nachfrage der Sachgebietsleiter der Verkehrsbehörde der Kreisverwaltung am Standort Waren, Peter Handsche.

 

Alternative Überkleben: Qualität entspricht nicht den Anforderungen

 

Wie der Fachmann erklärte, habe sich das für die Bundes- und Landesstraßen zuständige Straßenbauamt in Neustrelitz entschlossen, die allermeisten Ortsschilder neu anfertigen zu lassen.

 

Als Alternative sei auch das Überkleben der alten Kreisbezeichnung Müritzkreis möglich gewesen – wie im neuen Landkreis Rostock schon seit mehreren Wochen gehandhabt. „Die waren zwar schneller als wir“, so Handsche, „aber die Qualität entspricht nicht unseren Anforderungen.“ So würden die Schilder in der Dunkelheit zwar gut reflektieren, der überklebte neue Kreisname hingegen nicht.

 

Die Entwürfe für die neuen Ortsschilder seien von seiner Behörde zur Begutachtung in die zuständigen Ämter der Müritzregion geschickt worden, so der Sachgebietsleiter weiter. „Bis auf wenige Korrekturen kann alles so bleiben.“ Ab März, hofft Handsche, könnten die Schilder ausgewechselt werden.

 

Erst der Ortsname, dann die Gemeinde, zuletzt der neue Kreisname


Aussehen sollen die neuen Ortseingangsschilder dann so: Oben steht der Name der Stadt oder des Ortsteils, darunter der Name der Gemeinde, zu der das Dorf gehört, und dann der neue Kreisname. „Alternativ hätte auch oben die Gemeinde stehen können und darunter der Name des Dorfes oder Ortsteils“, sagte Handsche.

 

Davon hätte man jedoch Abstand genommen: „Sonst wäre doch möglich gewesen, dass ein Autofahrer ein Dutzend Mal in Penzlin rein- und wieder rausfährt, obwohl er mehrere Dörfer passiert hat“, so der Verkehrsexperte und spielt auch die zahlreichen Fusionen an, die Penzlin in den vergangenen Jahren mit Nachbargemeinden eingegangen ist.

 

Endgültig Schluss soll mit der Erneuerung der Ortseingangsschilder auch mit den „ewig Gestrigen“ sein, die immer noch den Uralt-Namen „Kreis Waren“ auf ihren „Visitenkarten“ führen. Der Kreis Waren wurde bereits 1994 mit der Bildung des Müritzkreises aufgelöst.

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