Nordkurier.de

Von der Stadt aufs Dorf: Eine Familie packt an

Sie genießen das ländliche Idyll zwischen Traktorreifen und Pferdekoppel. Von links: Axel, Leonard, Alexander und Michaela Maiweg.  FOTO:Jörg Döbereiner
Sie genießen das ländliche Idyll zwischen Traktorreifen und Pferdekoppel. Von links: Axel, Leonard, Alexander und Michaela Maiweg. FOTO:Jörg Döbereiner

VonJörg Döbereiner

Junge Leute ziehen weg vom Land? Von wegen: Seitdem sich Maiwegs in Alt Schönau niedergelassen haben, möchte die Familie den Ort nicht mehr missen.

Alt Schönau.Einmal im Jahr ist es soweit, dann wird auf dem Hof Maiweg die Maschinenhalle ausgeräumt und in einen Festsaal verwandelt. „Sonst haben wir im September ein Erntefest veranstaltet, aber das wurde uns zusammen mit der Erntearbeit um diese Zeit zu viel“, sagt Axel Maiweg, der rund um das Dorf Gerste, Raps, Weizen und Mais anbaut. Deshalb feiern Maiwegs in diesem Jahr einen Tanz in den Mai, mit DJ und Tombola, für die ganze Gemeinde.
Seit Axel Maiweg vor zehn Jahren zum ersten Mal mit seinem Vater aus Bochum nach Alt Schönau gekommen ist, hat sich der alte LPG-Stützpunkt in einen modernen Landwirtschafts-Hof verwandelt.
Eine goldrichtige Entscheidung war es, dem Storch Ersatz für sein Nest zu bieten, das beim Abriss weichen musste. Als Meister Adebar nämlich 2008 zurückkehrte, tat er genau das, wofür er im Volksmund bekannt ist – kurz darauf wurde Leonard geboren, der heute gemeinsam mit seinem Bruder Alexander den Hof unsicher macht. „Wenn wir aus der Großstadt nach Alt Schönau kommen, atmen wir auf“, sagt Michaela Maiweg. Dazu tragen auch die netten Nachbarn bei, die hin und wieder auf den Hof aufpassen oder die vier Pferde versorgen. Auf dem Land vermisst Michaela Maiweg so nur das Tanzen: Rund 10 000 Paar Schuhe warten im Lager ihres Tanzschuh-Versands, doch bis zum nächsten Parkett ist es weit.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×