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Waren: Gärtner aus Abwassergrube gerettet

Teer, Bakterien, Lösungsmittel – da macht der stärkste Kreislauf schlapp. So auch bei einem Warener Kleingärtner, der am Wochenende seine Abwasser-Grube abdichten wollte. Eine neue Vorschrift des Landes verlangt, dass die Gruben versiegelt werden, damit Abwasser und Fäkalien nicht mehr ins Erdreich sickern.

Die Feuerwehr befürchtet, dass ihr Rettungseinsätze wie am Sonntag noch öfter bevorstehen. „Viele wollen aus Kostengründen selber abdichten“, so Jürgen Haß, Mitglied der Warener Feuerwehr und selbst Gartenpächter.

Durch die kleine Öffnung der Grube gestaltete sich die Rettungsaktion besonders schwierig. „Ein ausgewachsener Mann passt da ja kaum durch, erst recht nicht mit Ausrüstung“, erklärt Haß.

Der Rentner konnte nur mit größten Mühen aus dem unterirdischen Verließ gezogen werden. Im Rettungswagen hatte er das Bewusstsein wieder erlangt. Ein Hubschrauber brachte ihn ins Klinikum Neubrandenburg.

„Wer das wirklich selber machen will, der muss unbedingt zwei Dinge beachten“, so Haß. Eine Atemschutzmaske sei Pflicht. Die entstehenden Dämpfe seien schließlich hochgiftig. Außerdem empfiehlt Haß immer einen Aufpasser dabei zu haben. Jemanden, der außerhalb der Grube eine Auge darauf hat, dass wirklich alles in Ordnung ist.
 

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