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Warener Stadtwerke setzen jetzt auf windige Geschäfte

Monteure legen letzte Hand an beim Aufbau der neuen „Windmühle“ der Warener Stadtwerke. Die Anlage speist drei Kilowatt in das Stromnetz ein. [KT_CREDIT] FOTO: Thomas Beigang
Monteure legen letzte Hand an beim Aufbau der neuen „Windmühle“ der Warener Stadtwerke. Die Anlage speist drei Kilowatt in das Stromnetz ein. [KT_CREDIT] FOTO: Thomas Beigang

Waren.Ab sofort setzt das Energieunternehmen Stadtwerke Waren auch auf Windkraft. Auf dem Gelände der Firma in Waren-West dreht sich seit Dienstag eine „Windmühle“ und speist immerhin drei Kilowatt in das Stromnetz des Heilbades ein. Der sogenannte Vertikaldreher, 9,95 Meter hoch, soll nach Auskunft des Unternehmens sehr leise laufen und auch keine große Gefahr für die Vögel darstellen.
Wie Udo Reimer von den Stadtwerken sagte, würde sich die Anschaffung eines solchen Vertikaldreher angesichts der Strompreise auch durchaus für Gewerbetreibende oder Landwirte lohnen. „Bei guten Windbedingungen hat man vielleicht in acht oder zehn Jahren die Anschaffungs- und Baukosten wieder eingespielt.“ Denkbar sei so eine Anlage unter anderem für Milchbauern, die extra Kühlung für die Milch benötigen und sich so den dafür nötigen Strom selbst „besorgen“.
Wie es weiter hieß, seien diese vertikalen Windkraftanlagen windrichtungsunabhängig, können auch richtungsveränderliche Windböen „voll ernten“.
„Wir mussten für den Aufbau des fast zehn Meter hohen Mastes noch nicht einmal ein Betonfundament anrühren lassen“ freut sich Udo Reimer. Eine spezielle Verankerung am Fuß der „Windmühle“ sorge für festen Halt. „Alles in allem haben Aufbau und Montage der kleinen Anlage nur zwei Tage gedauert.“thb

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