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Wasser-Chef zum Jubiläum: Preise sollen gleich bleiben

Im Jahr 1993 schlossen sich 36 Städte und Gemeinden aus dem damaligen Müritz-
Kreis zusammen, um die Wasserversorgung in die eigenen Hände zu nehmen. Zum 20. Geburtstag des Müritz-Wasser-/Abwasser-
zweckverbands sprach unser Redaktionsmitglied Jörg Döbereiner mit Verbandsvorsteher Berthold Schulz.

Herr Schulz, wenn Sie auf 20 Jahre Zweckverband zurückblicken – was kommt Ihnen da als Erstes in den Sinn?
Jeder meiner Vorgänger hat als ehrenamtlicher Vorsteher seinen Teil dazu beigetragen, dass der Verband sich weiter entwickelt hat. Am Anfang war es schwierig, die vielen Wünsche unserer Bürgern und Gemeinden unter einen Hut zu bringen und alles so zu regeln, dass es für jeden tragbar war. Auch die Finanzierung der Anlagen war nicht immer leicht. Im Lauf der Jahre haben wir mehr als 87 Millionen Euro investiert.

Inwiefern hat sich die Arbeit der Verbands im Laufe der Zeit verändert?
Zu Beginn ging es vor allem darum, die alten Anlagen und Leitungen zu übernehmen und unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betreiben.Parallel dazu mussten wir vor allen im Abwasserbereich große Missstände beseitigen. Heute verlagert sich der Schwerpunkt immer mehr vom Neubau hin zu Sanierungsmaßnahmen.

Wie sieht Ihre Arbeit in der Zukunft aus?
Wenn die Gemeinden Straßen neu bauen, nutzen wir in der Regel die Möglichkeit, die vorhandenen Leitungen zu erneuern. Im Abwasserbereich geht es vor allem um die Neuerschließung der Gemeinden, im Trinkwasserbereich steht die Modernisierung der Wasserwerke im Vordergrund. Im Zuge des Leitungsneubaus werden wir die Anzahl der Wasserwerke immer mehr reduzieren.
Fassen Sie größere Projekte ins Auge?
Die Sanierung des Wasserwerkes Hohen Wangelin ist unsere nächste größere Einzelmaßnahme. Aber es gibt immer noch Netzerweiterung, wie zum Beispiel die Erschließung eines neuen Gewerbegebiets „Rothegrund“ an der Teterower Straße in Waren.

Müssen die Bürger mit höheren Gebühren rechnen?
Unser Ziel ist es, dass die Gebühren und Preise gleich bleiben.Zurzeit haben wir keine Erhöhungen geplant.

Nicht immer läuft in Ihren Projekten alles glatt. Derzeit beschweren sich in der MTS-Siedlung in Friedrichsfelde Anwohner, dass für die Wasser- und Abwasserleitungen nun doch die Straße aufgerissen werden muss.
Hier war von Anfang an geplant, die Leitung in offener Bauweise zu verlegen. Wenn einige Anwohner dies nicht so sehen, kann es sich nur um ein Missverständnis handeln. Wir sind aber gerne bereit, den Bürgern hierzu weitere Erläuterungen zu geben. Dazu gibt es jeden Mittwoch um 8.30 Uhr die Möglichkeit, an der Baubesprechung vor Ort teilzunehmen und Fragen zu klären.

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