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Wenn der Alltag zu einer Zitterpartie wird

VonCarsten Schönebeck

Die Diagnose „Parkinson“ ist immer ein Schock. Eine Selbsthilfegruppe in Waren will den Betroffenen helfen und lädt heute Nachmittag zum Vortrag ein.

Waren.Bei Rita Budahn brachte die Handschrift den Verdacht, dass etwas nicht stimmt. „Die wurde immer kleiner und gedrungener“, erzählt sie. Ein mögliches Zeichen der Parkinson-Krankheit. Die Spezialisten bestätigten ihren Verdacht. Seit Jahren lebt die Medizinerin aus Waren jetzt mit der Krankheit und kämpft dagegen an. Nicht nur für sich selbst.
Sie gehört der Warener Selbsthilfegruppe „Parkinson“ an. Zwei Dutzend Menschen treffen sich regelmäßig. „Das ist kein Kaffekränzchen für Selbstmitleid“, sagt Budahn. Gymnastik, Vorträge und Rechtshilfe stehen auf dem Programm der Gruppe. „Manche wissen gar nicht, dass ihnen ein Behindertenausweis zusteht oder welche Behandlungen von der Krankenkasse übernommen wird“, sagt Budahn. Gleichzeitig würden eine Menge alternativer Therapien angeboten, die den Erkrankten Hoffnung machen. Auch darüber werde diskutiert.
Immer noch ist die Diagnose der Krankheit schwierig und gelingt meist nur über ein Ausschlussverfahren. Wenn es mal so weit ist, sind oft große Teile der betroffenen Nervenzellen zerstört. Bewegungsstörungen, wie das typische Zittern sind nur eine mögliche Auswirkung. Bewegungs- und Geruchsstörungen gehören ebenso dazu. „Wer daran erkrankt, muss lernen, damit umzugehen“, erklärt Rita Budahn.
Gemeinsam mit der WWG lädt die Selbsthilfegruppe heute zu einem Vortrag über die Krankheit. Björn Hauptmann, Oberarzt im neurologischen Zentrum Bad Segeberg, erklärt, wie die Krankheit wirkt und gibt Hinweise, wie man mit der Diagnose und den Folgen umgeht. Der Vortrag beginnt um 15 Uhr im Roten Haus (Am Rosengarten 7). Um Anmeldung unter 03991 170816 wird gebeten.

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c.schoenebeck@nordkurier.de

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