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Wie im Film und ganz anders

Golf ist in Göhren-Lebbin tatsächlich ein Sport für jedermann, wollen die Verantwortlichen betont wissen. Ein Drittel der hiesigen Mitglieder stammt aus der Region. [KT_CREDIT] FOTO: GR
Golf ist in Göhren-Lebbin tatsächlich ein Sport für jedermann, wollen die Verantwortlichen betont wissen. Ein Drittel der hiesigen Mitglieder stammt aus der Region. [KT_CREDIT] FOTO: GR

VonSören Musyal

Golf verlangt nur zur Hälfte Sportlichkeit, die andere Hälfte ist Straegie. In der Müritzregion soll Golf zudem jedem Spaß machen.

Göhren-Lebbin.Golfspieler müssen sich missverstanden fühlen. Reich, alt und elitär – so lauten wohl die gängigen Attribute eines durchschnittlichen Golfers. „Bei uns spielen alle Schichten“, stellt hingegen Thomas Döbber-Rüther klar. Er ist Geschäftsführer des Golf & Country Clubs Fleesensee in Göhren-Lebbin und meint „mit alle Schichten“ nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Alter. Das betagteste Mitglied sei 84, die Jüngsten in den Kursen seien erst vier Jahre alt. „Wir wollen zeigen, dass Golfen jedem Spaß machen kann“, fährt er fort. Deswegen gebe es auch keinen Dresscode – Jeans oder Shorts auf dem Rasen? „Kein Problem.“ Golf sei ganz und gar nicht so wie im Film. Zumindest nicht, was die Exklusivität angehe.
Und weil Döbber-Rüther selbst Golf spielt, weiß er auch genau, was diesen Sport ausmacht: „Golf ist zu 50 Prozent Strategie und zu 50 Prozent Sport.“ Sport, weil die Tasche mit den Schlägern verdammt schwer sei und bis zu sechs Kilometer weiter geschleppt werden müsse. Strategie, weil jedes Loch seine eigenen Tücken aufweise. „Man muss mit unterschiedlichen Schlägern unterschiedliche Schläge ausführen können“, erklärt er. Weit mehr also, als nur einen Ball ins Loch zu schieben. Und selbst das will gekonnt sein.
Die Golfanlagen in Göhren-Lebbin erfreuen sind indes großer Beliebtheit. 70 000 Golfrunden verkaufe man jedes Jahr und von den insgesamt 3200 Mitgliedern kämen immerhin 30 Prozent aus der Region. Doch auch dem Golf Club hat der lange Winter zugesetzt: Weil der Rasen noch bis vor zwei Wochen mit Schnee bedeckt war, konnte kein Golf gespielt werden. In den Zahlen schlage sich dies natürlich in Form von Umsatzeinbußen nieder. Und selbst jetzt seien die Grünflächen noch nicht in makellosem Zustand, beklagt sich der Geschäftsführer. Drei Woche benötige man noch, damit sie wieder aussähen wie auf einer Postkarte. Bis dahin zahlen Mitglieder weniger.

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