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Zehntausende feiern im Warener Hafen

VonJörg Döbereiner

Cocktails und Kanonen-
schüsse.Shantychor und Reggae. Pfeilschnelle Regatta-Segler und spaßige Nussschalen. Was eigentlich gab es bei der 12. Müritz Sail nicht zu bestaunen?

Waren.Von einem jedenfalls gab es glücklicherweise nur ganz wenig: Regen. Das Wetter hielt, trotz mancher Befürchtung. Wer nicht gerade beim Fischerstechen in die neun Grad frische Binnenmüritz fiel, genoss das Spektakel mit trockener Haut.
Das Wetter-Glück ist ein Grund, weshalb die Veranstalter mit geschätzten 90 000 Gästen einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Der Mix aus Wassersport, Kulturangeboten und Volksfeststimmung ist ein anderer. Auf der Binnenmüritz wetteiferten die Wasserratten – ob in der offenen Regatta, beim Out-rigger-Rennen oder mit vereinten Kräften im Drachenboot.Und auf dem Lande war für jeden Musikgeschmack etwas geboten: von der swingenden Big Band des Bundespolizeiorchesters über die deutsch-dänische Folk-Band „Irish Coffee“ bis hin zur Party-Rock-Combo „Six“. Auch Klassik-Liebhaber gerieten ins Schwärmen: beim Konzert des Lauttasaari Orchesters Helsinki, das am Sonnabend gemeinsam mit den StadtStreichern Waren auftrat.
Angesichts von Gästen wie den finnischen Musikern oder Besuchern aus Polen, Italien oder Bulgarien ist für den scheidenden Bürgermeister Günter Rhein (SPD) klar: „Die Müritz Sail ist international.“ Auch die Organisatoren Jörg Bludau und Wolfgang Steder bestätigen, dass viele Besucher extra für das Fest nach Waren angereist sind – ob aus Bayern, Südtirol oder Dänemark. „Wir sind sehr zufrieden“, so das Fazit von Wolfgang Steder.
Zufrieden dürften auch die Besucher gewesen sein: Während sich die älteren am Met oder an den Bierständen labten, vergnügten sich die jüngeren beim Bungee-Springen, in den Fahrgeschäften oder bei den urigen Piraten neben der Hafenmeisterei. Alle gemeinsam aber genossen sie am Sonnabend zu später Stunde einen der vielen Höhepunkte: das spektakuläre Feuerwerk.

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j.doebereiner@nordkurier.de

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