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Ziertürme müssen jetzt dringend restauriert werden

VonSören Musyal

Eigentlich sollen die Grünanlagen rund um das Malchower Kloster schöner werden. Doch bevor das geht, muss ein Bautrupp mit Lift anrücken.

Malchow.Gefahr – dieses Wort beschreibt die Situation am Malchower Kloster auf vielfache Weise. Denn eigentlich sollten die Grünanlagen rund um die alte Kirche hergerichtet werden, doch momentan wären die Landschaftsarbeiten zu gefährlich, weil die Fialen, die kleinen Nebentürme des Klosters, abzustürzen drohen.
„Der kleine Turm besteht aus vier Ecksäulen, dazwischen sind Mittelstreben aus Metall“, erklärt Rainer Autzen, Stadtarchitekt Malchows. Jene Streben seien in den Jahren gerostet und hätten sich dadurch ausgedehnt. Die Folge: Die Steine werden brüchig und drohen herab zu fallen.
Seit Donnerstag haben nun die Arbeiten an den Türmchen begonnen und auch hier lauert sie – die Gefahr. „Die Fialen sind so baufällig, dass sie sehr leicht abbrechen können“, erläutert der Architekt. Man habe daher schon einen ersten Versuch, die Fassade zu sichern, abbrechen müssen. „Der Lift war zu klein“, so Autzen, „man hätte die betroffenen Stellen von unten abtragen müssen.“ Das aber sei viel zu riskant. Immerhin würden die Türme bis zu drei Tonnen wiegen. „Da hilft dann auch kein Helm mehr.“ Dank des neuen Lifts sei es möglich, über der Bausubstanz zu stehen. Diese werde nun vorsichtig abgetragen, damit unten am Boden keine Gefahr mehr besteht. „Der Neubau der Fialen wird aber eine Weile dauern“, vertröstet Autzen. Schließlich müssen die neuen Steine erst hergestellt und geliefert werden. „Wir versuchen es aber bis zum Herbst.“

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