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Zündend: Feuerwerk bei Müritz-Sail kündigt die Jubiläumsparty an

Von unserem Redaktionsmitglied
Thomas Beigang

Zum 12. Mal lädt die kleine Schwester der Hanse Sail ab Himmelfahrt zu Spektakeln auf dem Wasser, in der Luft und auf dem Lande ein.

Waren.Das kalte Wasser hat manchen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Organisatoren der Müritz-Sail müssen konstatieren, dass die Wasserski-Könner ihren Auftritt in diesem Jahr abgesagt haben. Denen müsse man, hieß es, wenigstens 15 Grad Wassertemperatur garantieren. Dies sei unmöglich –angesichts des frühen Starts 2013 und des langen Winters.
Alles andere jedoch, hieß es gestern, werde in bewährter Qualität über die Bühne gehen. Zu den Höhepunkten des maritimen Spektakels zählen auch wieder die Opti-Rennen, bei denen das Boot ohne Segel nur mit dem Stechpaddel bewegt wird. Dabei ist im vergangenen Jahr Warens Bürgermeister Günter Rhein ins Wasser gefallen, wurde erinnert. Am Sonnabend startet die Regatta auf der Binnenmüritz, für die Drachenbootrennen lägen schon fünf mündliche Zusagen vor und auch das Spaßkutter-Rudern werde sicherlich wieder zahlreiche Zuschauer in seinen Bann ziehen.
Auch sonst können die Besucher sich auf ein buntes Programm auf den Schaubühnen der Stadt freuen. Allerdings müsse man in diesem Jahr auf das beliebte Handwerkerdorf verzichten, deren Teilnehmer würden sich neu organisieren, hieß es. Dafür springe aber das Stralsunder Piratennest in die Bresche, in dem etwa 20 Piraten mit Ständen, Grill und Taverne ihre Gäste überraschen wollen.
Unklarheiten herrschen aber noch über dem Feuerwerk, das pünktlich um 22.48 Uhr am 11. Mai gezündet werden soll. Noch wäre nicht entschieden, ob das von einem Ponton oder vom Wellenbrecher am Hafen in die Luft stiegen wird. Man könne sicher sein, so die Organisatoren, dass auch beim Feuerwerk an das 750. Jubiläum der Stadt Waren erinnert wird. Überhaupt – die Müritz-Sail versteht sich in diesem Jahr als Startschuss für die Feierlichkeiten des Stadt-Geburtstages, so Jörg Budau vom Organisationsbüro.
Die Veranstalter sparten nicht mit Kritik an der Stadtvertretung in Waren, die erst im vergangenen Oktober dem Vertrag mit den Organisatoren ihre Zustimmung gaben. „Die Vorbereitungszeit war so knapper als sonst“, sagte Budau. Ebenso könne man die Kritik nicht verstehen, dass bei der Sail immer das gleiche zu erleben sei. „Warum“, fragte Budau, „sollen wir ändern, was vielen Leute offensichtlich gefällt.“ Die Müritz-Sail sei mittlerweile eine anerkannte Marke im Land, die wäre „kein Platz für politische Spielereien von Stadtvertretern, die sich profilieren wollen“.
Das komplette Programm der Sail vom 9. bis 12. Mai ist nachzulesen unter www.mueritzsail.net.

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beigang@nordkurier.de

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