Fr. 20. Januar 2012
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Kulinarische Spezialitäten aus aller Welt, regionale Spitzenprodukte, bildhübsche Ernteköniginnen und eine Menge Tiere erwarten die Besucher bei der weltgrößten Agrarmesse. Auch der Nordosten ist gut vertreten.
Lecker, lecker: Viele regionale Spezialitäten erwarten die Besucher wieder.
Foto: Robert Schlesinger
(dpa)
Berlin
(dpa)
Zur 77. Internationalen Grüne Woche werden von Freitag an mehr als 400 000 Besucher in der deutschen Hauptstadt erwartet. Bis zum 29. Januar präsentieren sich rund 1600 Aussteller aus knapp 60 Ländern in den Hallen unter dem Berliner Funkturm. Partnerland ist in diesem Jahr das neue EU-Mitglied Rumänien.
"Lebensmittel nicht in die Tonne"
Zu den politischen Themen beim traditionellen Jahresauftakt der Ernährungswirtschaft gehören mehr Tierschutz und sparsamerer Umgang mit natürlichen Ressourcen. Bei der offiziellen Eröffnungsfeier am Donnerstagabend hob Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Kampf gegen den Hunger in Entwicklungsländern als zentrale Aufgabe hervor. Sie mahnte zugleich, Nahrung nicht massenhaft wegzuwerfen, auch wenn sie in Deutschland preisgünstig sei. „Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in die Tonne.“
Regionales kommt gut an
Die Ministerin sagte, regionale Marken hätten ein großes Potenzial. Bei der Werbung müsse aber genau gesagt werden, worin der Regionalbezug bestehe und wie dies geprüft werde. Aigner befürwortete, dass bei der künftigen EU-Agrarfinanzierung ab 2014 ein größeres Gewicht auf Umweltkriterien gelegt werden soll. Eine Stilllegung wertvoller Flächen lehnte sie aber ab.
EU- Agrarkommissar Dacian Ciolos warb für einen Pakt zwischen den Bauern und der Gesellschaft. Verantwortung sei auf den Feldern, aber auch auf dem Teller gefordert.
Auf der Leitmesse von Landwirtschaft, Ernährungsindustrie und Gartenbau können Besucher an zahlreichen Ständen kulinarische Genüsse aus aller Welt probieren. Auf einem Erlebnisbauernhof ist der Weg der Nahrung zu verfolgen, in der Blumenhalle können tausende Pflanzen bewundert werden.
Die wichtigsten Besucher-Infos
Dauer: 20. bis 29. Januar
Öffnungszeiten: 10.00 bis 18.00 Uhr, am 21., 27. und 28. Januar bis 20.00 Uhr
Ort: Messegelände Berlin, Messedamm 22, 14055 Berlin
Eintrittspreise für Privatbesucher: - Tageskarte 12 Euro
- Gruppenkarte (ab 20 Personen) 10 Euro je Person
- Schüler/Studenten 8 Euro
- Happy-Hour-Ticket für eine Person, ab 14.00 Uhr 8 Euro
- Sonntags-Ticket 10 Euro
- Familienticket (2 Erwachsene, 3 Kinder bis zu 14 Jahren) 26 Euro.
Website unter anderem mit Online-Vorverkauf: www.gruene-woche.de
Verkehrsverbindungen: S-Bahn: S3, S5, S7, S75 bis Bahnhof Westkreuz, von dort S-Bahn Ring S 41, S 46 bis Messe Nord/ICC; U-Bahn: U2 in Richtung Ruhleben, bis U-Bahnhof Kaiserdamm oder Theodor-Heuss-Platz;
Bus: M49, X34, X49, 139 bis Haltestelle Messe Nord/ICC; Bus 104, 349 bis Haltestelle Messegelände/ICC
Auto: Das Leitsystem „Messegelände“ an den A10-Abzweigen „Drewitz“, „Oranienburg“, „Schönefelder Kreuz“ und „Pankow“ führt direkt auf die Stadtautobahnen A111, A115 (Avus) und A100 zum AB-Dreieck „Funkturm“, Ausfahrt „Messegelände“. Auf der Avus sind wegen Bauarbeiten Einschränkungen zu erwarten.
Die Internationale Grüne Woche 2012 in sechs Daten
- Die Internationale Grüne Woche 2012 findet vom 20. bis 29. Januar in den Messehallen unter dem Berliner Funkturm statt.
- Es werden wieder rund 400.000 Besucher erwartet.
- Für die Schau werden alle 26 Hallen des Berliner Messegeländes mit einer Fläche von 115.000 Quadratmetern genutzt.
- Die Messe ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. An den beiden Samstagen (21. und 28. Januar) sowie am zweiten Freitag (27. Januar) werden die Öffnungszeiten bis 20.00 Uhr verlängert.
- Eine Tageskarte kostet zwölf Euro, Schüler und Studenten erhalten diese ermäßigt für acht Euro. Der Preis für eine Dauerkarte beträgt 39 Euro und für eine Familienkarte 26 Euro. Zudem gibt es Karten für Gruppen, Schulklassen, Besuche ab 14.00 Uhr sowie an Sonntagen.
- Partnerland ist in diesem Jahr Rumänien.
dapd
Partnerland Rumänien
Das Partnerland Rumänien lockt auf der Grünen Woche mit Rind in Aspik, gefüllten Weinblättern oder Wildeintopf. Vor allem aber will das osteuropäische EU-Mitglied seine Beziehungen zum wichtigen Handelspartner Deutschland ausbauen. Die Landwirtschaft trägt in Rumänien noch 12 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei (Deutschland: 0,8 Prozent).
Der Export vor allem von Getreide nimmt deutlich zu, dennoch wurden 2010 mehr Agrarprodukte ein- als ausgeführt. Im Heimatland von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos ist in den vergangenen Jahren die Sorge gewachsen, dass die Kleinbauern im Land übermäßig viel Ackerfläche an ausländische Investoren verkaufen, insbesondere aus Westeuropa und Arabien.
dpa
Impressionen von der 77. Grünen Woche in Berlin
Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner eröffnete die Messe am Donnerstagabend.
Foto: Odd Andersen (AFP)
Bessere Tierhaltung ist großes Thema. Bei Geflügelbauer Oehlert sind die Gänse schon glücklich.
Foto: Privat (nk)
Tierische Show: Die Mulis aus Lychen sorgenauf der Grünen Woche immer für Besucherandrang.
Foto: Privat (uk)
Das Land Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich mit seinem Weltkulturerbe.
Foto: Agentur (dpa)
"Käse-Queen" Frau Antje darf natürlich bei keiner Grünen Woche fehlen.
Foto: Wolfgang Kumm (dpa)
Der "Alte Fritz" aus Schokolade - ein Brandenburger Produkt.
Foto: Bernd Settnik (dpa)
Jede Menge "fleischliche Genüsse" gibt es auf der Messe.
Foto: Odd Andersen (AFP)
Für Feinschmecker: Wurst vom Elch
Foto: Robert Schlesinger (dpa)
Und Wurst zum Dritten: Dieses Mal aber aus dem Spreewald.
Foto: Bernd Settnik (dpa)
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Foto: Jörg Spreemann
Brezeln aus Bayern dürfen es aber auch mal sein.
Foto: Robert Schlesinger (dpa)
Rund 400.000 Besucher werden erwartet
Foto: Robert Schlesinger (dpa)