
| Wirtschaft + Soziales |
von Redaktion
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Ist die Angst vor einem Lieferstopp des Iran der einzige Grund für die Preisexplosion?
Der Öleinkauf wird auch durch den starken Dollarkurs verteuert. Das ist auch ein Effekt der Euro-Krise. Schließlich gibt es durchaus viel Geld, das angelegt werden muss. Anleger investieren auch in Rohstoffe. Das treibt die Preise.
Gibt es keine erfolgversprechenden Gegenmaßnahmen?
Der Weltmarkt bestimmt die Preise. Es werden schnell Steuerentlastungen gefordert. Dies macht wenig Sinn, da die Steuern zum größten Teil preisunabhängig sind. Auch nützt es wenig, vorzugeben, dass der Preis nur einmal am Tag festgelegt werden darf. Die Aufgabe der Politik ist es hingegen, die Weichen für nachhaltige, bezahlbare Mobilität zu stellen. Alternative Kraftstoffe und Kraftstofftechniken müssen erforscht und an den Markt gebracht werden. Die Politik muss attraktive finanzielle Bedingungen für Alternativen schaffen, etwa im öffentlichen Nahverkehr. Die Autofahrer selber haben es auch in der Hand. Sie können spritsparende Autos fahren oder gleich auf Alternativen umsteigen: Beim nächsten Autokauf gleich die Anschaffung eines Erdgas-, Hybrid- oder Elektroautos erwägen.
Thema Strompreise: 200 Versorger wollen den Strompreis für Privatkunden anheben. Zur Begründung wird die Entlastung energieintensiver Betriebe genannt. Zahlen Privatkunden die Zeche für die Energiewende?
Der Kreis derer, die die Umlage für erneuerbare Energien zahlen, wird immer kleiner. Die energieintensiven Branchen werden immer weniger belastet. Hier sind Alternativen gefragt: Die Entlastung sollte davon abhängig gemacht werden, wie sparsam die Großverbraucher mit Energie umgehen. Statt pauschaler Ausnahmen für diese Betriebe sollten sie für Energieeffizienz belohnt werden.
Die Bundesregierung erleichtert den Wechsel des Stromanbieters, verkürzt die Fristen für den Umstieg. Nutzen die Deutschen die Freiheit zum Wechsel zu wenig?
Verbraucher können und sollten sehr viel mehr tun. Die Wechselbereitschaft ist oftmals noch viel zu gering. Ökostrom ist inzwischen häufig durchaus eine billigere Alternative.
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