Februar 3, 2012
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Wetter von Redaktion

55-Jährige in Brandenburg erfroren

Die bisher kälteste Nacht, die erste Kältetote im Land: In Brandenburg bleibt es frostig. Die Oder friert langsam zu.

Spree
Auch auf der Spree treiben schon Eisschollen.
Foto: dpa
Potsdam/Cottbus (dpa)  

In Brandenburg gibt es das erste Kälteopfer in diesem Winter. Es handelt sich um die 55-jährige Frau, die in der Nacht zu Sonntag bei Leegebruch (Oberhavel) verunglückt ist. Laut Obduktionsbericht ist sie erfroren. „Wir gehen von einem tragischen Unglücksfall aus“, sagte eine Polizeisprecherin gestern. Die Lagerarbeiterin war nach einem Bowlingabend mit Kollegen in einen Wassergraben gefallen. Sie hatte sich zwar noch aus dem Graben retten und 150 Meter kriechen können. Dann erfror sie jedoch. Ein Jäger fand ihre Leiche am Sonntag auf einem Feldweg.

Kälterekord: Bis zu minus 19 Grad

Die Nacht zu gestern bescherte den Märkern einen Kälterekord. In der Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) sank das Thermometer auf minus 19 Grad. Normalerweise liegen die Temperaturen Anfang Februar im Mittelwert bei minus 2 bis minus 3 Grad nachts und plus 3 bis plus 4 Grad am Tag, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes Potsdam. Der Meteorologe kündete für die Nacht zu heute in Ostbrandenburg leichten Schneefall an. „Es wird dann gut weiß, leicht überzuckert, aber nicht ausreichend für Wintersport sein“, sagte er. Im Westen der Mark liegt teilweise Schnee. Das Winterwetter mit strengem Frost halte die nächsten Tage an.

Eis macht Schifffahrt zu schaffen

Die Oder friert langsam zu. Die runden Eisschollen schoben sich bereits bis etwa auf der Höhe von Hohensaaten (Barnim) zu einer Eisdecke zusammen. Eis könne aber erst bei Tauwetter gebrochen werden, wenn die Schollen auch abfließen können, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde. Das Amt hat alle Wasserwege in seiner Zuständigkeit für die Schifffahrt gesperrt.

Während die Schiffsbesatzungen abwarten, packen die Kohlekumpel trotz der Kälte tüchtig zu. Die Kohleförderung in den Lausitzer Tagebauen wird bisher kaum behindert.

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