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Bauern locken Städter mit Ess- und Streichelkultur

Frischer Spargel, Rote Beete, Spreewaldgurken und Selbstgeschlachtetes: Mehr als 250 landwirtschaftliche Betriebe wollen an diesem Wochenende auch mit regionalen Produkten für Brandenburg werben. Die 19. sogenannte Landpartie solle vor allem naturhungrigen Berlinern Lust auf Ausflüge machen, sagt Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD). Die Städter sollten sich außerdem ein Bild vom Wandel in den brandenburgischen Dörfern machen können.

Passend zu den zahlreichen Angeboten regionaler Produkte ist in diesem Jahr erstmals auch die sogenannte Slow-Food-Bewegung vertreten. Am Sonntag werden Aktivisten auf einem Biohof bei Rietz-Neuendorf (Oder-Spree) kochen, sagte Landpartie-Organisatorin Stefanie Patron. Die Slow-Food-Bewegung steht als Gegenstück zum Fast Food für bewusstes Essen und setzt auf das traditionelle Lebensmittelhandwerk, artgerechte Viehzucht und eine verantwortungsbewusste Landwirtschaft. Ziel der traditionellen Landpartie sei auch, mehr junge Leute für landwirtschaftliche Berufe zu begeistern, sagte Vogelsänger. Der Minister eröffnet die Landpartie am Samstag auf dem Hof der Agrargenossenschaft Unterspreewald in Dürrenhofe (Dahme-Spreewald). Insgesamt sind 257 Bauernhöfe und Agrarbetriebe, Fischer, Gärtner, Forstbetriebe und Reiterhöfe dabei.

Die Landesregierung unterstützt das Fest mit insgesamt 68000 Euro. Die Landpartie-Organisatoren, der Verband pro agro, rechnen mit rund 100000 Besuchern im gesamten Bundesland. Die Brandenburger Landpartie findet traditionell am ersten Juni-Wochenende statt.

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