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Jugendliche greifen seltener zu Drogen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans hat am Mittwoch den Drogen- und Suchtbericht für 2013 vorgestellt.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans hat am Mittwoch den Drogen- und Suchtbericht für 2013 vorgestellt.

Komatrinken, Crystal, Zockerei – viele Deutsche riskieren mit süchtig machenden Stoffen und Glücksspielen ihre Gesundheit. Hunderttausende schrecken auch vor exzessivem Konsum nicht zurück. Das geht aus dem Drogen- und Suchtbericht 2013 hervor, den die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) vorstellte.

Die gute Nachricht: Jugendliche trinken, rauchen und kiffen unterm Strich weniger als vor zehn Jahren. „Wir sind darüber natürlich froh“, so die Drogenbeauftragte. Bei den Zwölf- bis 17-Jährigen ist der regelmäßige Alkoholkonsum nach jüngsten Zahlen von 17,9 auf 14,2 Prozent 2011 gesunken. Der Tabakkonsum habe sich auf 11,7 Prozent mehr als halbiert. Der Cannabiskonsum sank von 9,2 auf 4,6 Prozent.

Immer mehr Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen

Die Kehrseite der Medaille: Die Zahl der Zehn- bis 20-Jährigen, die mit einer Alkoholvergiftung in die Klinik gebracht wurden, stieg um 354 auf zuletzt 26 349 im Jahr 2011. Erstmals kletterte die Zahl der Mädchen und Frauen mit 10092 Fällen über die Zehntausender-Marke. Mit 3,8 Prozent besonders stark gestiegen ist das Problem bei zehn- bis 15-jährigen Jungen. Mit 41,9 Prozent versetzten sich zuletzt etwas weniger junge Erwachsene regelmäßig in Vollrausch.

Alkohol zählt insgesamt zu den gefährlichsten Risiken. So trinken 44,6 Prozent der 18- bis 29-jährigen Männer riskant viel. Insgesamt trinken Frauen und Männer laut offiziellen Kriterien zu 27,2 Prozent gefährlich viel. Mit 9,6 Litern pro Kopf sei der Alkoholkonsum in Deutschland vergleichsweise hoch. „Durch Alkoholmissbrauch entstehen in Deutschland erhebliche gesundheitliche und ökonomische Schäden“, klagte Dyckmans.

Teuflische Billigdroge

Das gilt auch für den blauen Dunst und andere Drogen. 29,7 Prozent der 18- bis 79-Jährigen rauchen – Männer mit 32,6 Prozent häufiger.Insgesamt rund 110 000 Tote wegen Rauchens gibt es pro Jahr in Deutschland. Vor allem in Sachsen und Bayern riskieren immer mehr junge Menschen mit der Teufelsdroge Crystal ihre Gesundheit. Das billige Rauschgift setzt Konsumenten blitzartig unter Strom und macht rasant schnell abhängig.

Auf 237 neue Designerdrogen stießen die Behörden in der EU zwischen 2005 und 2012; zuletzt alle fünf Tage auf eine neue. Von den illegalen Drogen wird Cannabis am häufigsten genommen.2012 starben 944 Menschen an übermäßigem Rauschgiftkonsum – so wenige wie seit 25 Jahren nicht mehr. Auch andere Bereiche machen den Fachleuten Sorgen: Rund 250000 krankhafte Glücksspieler soll es bundesweit geben. 560000 Menschen sollen Internet-abhängig sein.

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