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Milliarden für den Bahnverkehr – Opposition will trotzdem mehr

Bahnchef Rüdiger Grube (links) und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).
Bahnchef Rüdiger Grube (links) und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).

Die Deutsche Bahn will bis Ende 2017 rund 1,3 Milliarden Euro in die Brandenburger Infrastruktur investieren. Davon entfielen auf das laufende Jahr etwa 270 Millionen Euro, sagte Vorstandschef Rüdiger Grube in Cottbus. „Der Standort Brandenburg ist für uns außerordentlich wichtig, auch im Hinblick auf den Verkehr nach Osteuropa“, betonte er beim 3. märkischen Bahngipfel. Die Bahn wolle zudem pünktlicher werden.

Sie beschäftigt in Brandenburg 7520 Mitarbeiter und ist hier einer der größten Arbeitgeber. Allein 92 Millionen Euro sollen in die weitere Modernisierung von Brandenburger Bahnhöfen gesteckt werden, kündigte Grube an. Darunter fließen 23 Millionen Euro von 2014 an in den seit langem angekündigten Ausbau des Cottbuser Hauptbahnhofes. „Bereits jetzt sind 267 der 313 märkischen Bahnhöfe stufenfrei, das ist Platz drei in Deutschland“, bemerkte Grube.

Der Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Rostock stehe vor dem Abschluss. Ab 9. Juni sollen Züge dort wieder zunächst eingleisig durchgehend fahren, ab Dezember zweigleisig.

Grüne: "Die Bahn beschäftigt sich mit Luxusproblemen"

Die Bündnisgrünen im Potsdamer Landtag kritisierten die aus ihrer Sicht mangelnde Investitionsbereitschaft der Bahn AG in Brandenburg und sprachen von einer falschen Prioritätensetzung. „Die Deutsche Bahn beschäftigt sich mit Luxusproblemen am Berliner Hauptbahnhof, während Brandenburger Bahnhöfe verrotten“, bemerkte der verkehrspolitische Sprecher Michael Jungclaus. „Mit Bahnhofs-Ruinen, der Vielzahl von Langsamfahrstellen in Brandenburg und der Unpünktlichkeit im Regionalverkehr sind kaum neue Kunden zu gewinnen“, äußerte er.

Auf der Bahnstrecke zwischen Cottbus, Falkenberg (Elster) und Leipzig soll es zusätzliche Sitzplätze für Pendler im Berufsverkehr geben. Darauf verständigten sich einer Mitteilung zufolge der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) und das Land Brandenburg mit dem Betreiber DB Regio.

Die Bahn habe zudem zugesagt, sich im Juni zum Ausbau der Strecke Berlin-Dresden zu äußern, sagteBrandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD).

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