
| Affäre um Terrorzelle NSU |
von Redaktion
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Das Innenministerium hat eigenen Angaben nach keine Informanten mit Kontakten zur rechtsextremen Terrorzelle NSU beschäftigt. „Bis zum heutigen Tag liegen keinerlei Hinweise vor, dass von Brandenburger Sicherheitsbehörden Quellen zu den Mitgliedern des NSU geführt worden sind“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums gestern. Die Überprüfung von relevanten „Akten und Vorgängen“ sei allerdings noch nicht abgeschlossen. In Berlin soll ein mutmaßlicher Helfer der Terrorgruppe als Informant für das Landeskriminalamt aktiv gewesen sein.
Einen Sonderfall in Brandenburg stellt laut Innenministerium der V-Mann Carsten S. (Deckname „Piato“) dar. S. war in den neunziger Jahren vom Brandenburger Verfassungsschutz auf die rechtsextreme Szene angesetzt. 1998 wies er darauf hin, dass er über einen Dritten von einem Neonazi-Trio aus Sachsen beziehungsweise Thüringen erfahren habe, das auf der Suche nach Waffen sei.
Die drei Rechtsextremisten seien damals „namentlich nicht benannt“ worden, sagte der Ministeriumssprecher. Die Hinweise des V-Manns seien umgehend an die betreffenden Landesämter und das Bundesamt für Verfassungsschutz übermittelt worden. „Nach heutigen Erkenntnissen handelte es sich bei den drei Rechtsextremisten vermutlich um die Mitglieder des NSU“, erklärte der Sprecher.
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